Ralph Denk träumt mit Bora-hansgrohe von der Tour de France: Primoz Roglic als Schlüssel zum Erfolg

Mit Primoz Roglic hat Bora-hansgrohe einen Transfer-Coup gelandet - und sich selbst in den Kreis der Favoriten auf den Sieg bei einer Grand Tour katapultiert. Laut Teammanager Ralph Denk wird der Pfad zum ersehnten Triumph aber kein Selbstläufer. "Wir müssen unseren eigenen Weg finden", erklärte er im Interview mit "GCN". Roglic kommt dabei bereits jetzt eine elementare Rolle zu.

Roglic blickt auf neue Saison: "Glauben an unsere großen Ziele"

Quelle: Eurosport

Nach acht erfolgreichen Jahren bei Jumbo-Visma - gekrönt mit dem Triumph beim Giro d'Italia 2023 - schlug Primoz Roglic Anfang Oktober seine Zelte bei Bora-hansgrohe auf. Die Ankunft des Superstars hat beim deutschen Rennstall für Aufbruchstimmung gesorgt, immerhin gehört nun einer der besten Radfahrer der letzten Jahre dem Kader an.
Seit 2019 fuhr Roglic drei Gesamtsiege bei der Vuelta a España ein, gewann den Giro d'Italia und krönte sich in Tokio zum Olympiasieger im Zeitfahren. Einzig das Gelbe Trikot - der Gesamtsieg bei der Tour de France - blieb ihm bislang verwehrt.
Mit Bora-hansgrohe soll diese Lücke im Palmarès des 34-Jährigen nun geschlossen werden.
Trotz dieser beeindruckenden Erfolge wird dieses Vorhaben laut Bora-Teammanager Ralph Denk aber kein Selbstläufer. "Wir können die Vergangenheit nicht einfach kopieren. Das wäre kein Game-Changer", erläuterte er mit Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Roglic. "Wir brauchen einen Mix, müssen nach links und rechts blicken und unseren eigenen Weg gehen."

Roglic setzt bei Bora erste Akzente

Bereits kurz nach seinem Wechsel hat sich Roglic mit seiner neuen Mannschaft vertraut gemacht und erste Akzente für die gemeinsame Zukunft gesetzt. Mit Coach Marc Lamberts, der Roglic von Jumbo-Visma zu Bora-hansgrohe gefolgt war, kann der Superstar zudem auf einen wichtigen Wegbegleiter zählen.
In diesen ersten Wochen fiel es Roglic nicht schwer, sich bei Bora-hansgrohe einzufügen - vielmehr war das Gegenteil der Fall. "Es war beeindruckend, wie schnell er sich eingelebt hat", zeigte sich Denk begeistert. "Er hat bereits die Führungsrolle übernommen und einige gute Ideen eingebracht. Wir haben ein paar wirklich gute Tage zusammen verbracht und freuen uns auf das erste Trainingslager."
Die Arbeitsmoral und die Gier, der Beste zu sein, zeichnen Roglic dabei besonders aus. Diese Einstellung breitet sich laut Denk auch auf die anderen im Team aus, Roglic infizierte Bora bereits mit seiner Erfolgssucht. "Wenn man mit ihm spricht, spürt man es sofort und will mehr als 100 Prozent geben, um erfolgreich zu sein", schwärmte er. "Man merkt, dass er liebt, was er macht, und dass es ihm nicht schwer fällt, jeden Tag aufs Rad zu steigen. Ich denke, er ist eines der besten Vorbilder."
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Primoz Roglic wechselte von Jumbo-Visma zu Bora-hansgrohe

Fotocredit: Getty Images

Roglic und Hindley als Doppelspitze?

Wann sich Roglic in der Saison 2024 erstmals das Bora-Trikot überstreift, steht noch nicht fest. Paris-Nizza oder auch Tirreno-Adriatico gelten als mögliche Ziele für die Premiere. Der große Fokus liegt aber ohnehin auf den Grand Tours - vor allem auf der Tour de France.
Auf der Großen Schleife könnte Roglic Unterstützung von Jai Hindley, Giro-Sieger 2022, bekommen. "Ich sehe Jai eher bei der Tour. Wir haben beim Giro ein langes Zeitfahren und es könnte ein großer Vorteil für uns sein, ihn stattdessen mit Primož bei der Tour zu haben", führte Denk aus und verwies auf die Kletter-Qualitäten des Australiers.
Die Zusammensetzung der Bora-Mannschaften für den Giro d'Italia und die Tour de France sollen aber erst Ende April Formen annehmen. "Unsere Strategie ist es, den Fahrern die Chance zu geben, sich bis Ende April zu empfehlen. Bis dahin haben wir eine Menge Rennen für die Kletterer, und hoffentlich wird jeder seine Chance nutzen", so Denk. "Anfang Mai werden wir mit der Vorauswahl für die Tour de France beginnen. Für mich macht es Sinn, bis nach den Rennen im April zu warten."
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Transfer-Coup perfekt: Denk erklärt den Roglic-Wechsel zu Bora

Quelle: SID

Denk träumt vom Tour-Triumph

Die Tour de France bleibt nach wie vor das große Ziel bei Bora. Zwar durfte Hindley in der vergangenen Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt zwischenzeitlich ins Gelbe Trikot schlüpfen, doch der deutsche Rennstall träumt mittlerweile größer.
"Die Tour würde uns natürlich viel bedeuten", meinte Denk. Als Titelanwärter an den Start zu gehen, ist für Bora-hansgrohe eine neue Situation. "Es gibt Aufmerksamkeit und Druck, aber wir können gut abschneiden, wenn wir unsere Arbeit machen", gibt sich Denk kämpferisch.
"Für mich als Mensch und Manager war es immer ein Traum, die Tour mit einem Team zu gewinnen, aber wenn es nicht klappt, geht am nächsten Tag trotzdem die Sonne auf. Es ist aber ein Ziel."
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Roglic blickt auf neue Saison: "Glauben an unsere großen Ziele"

Quelle: Eurosport

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