Tadej Pogacar verliert Gelbes Trikot der Tour de France auf erster Bergetappe bei Visma-Sieg durch Simon Yates
Simon Yates hat die erste schwere Bergetappe der Tour de France 2025 gewonnen und am zehnten Renntag für den ersten Erfolg des Visma-Teams gesorgt. Der Brite siegte als Solist an der Bergankunft am Puy de Sancy im Zentralmassiv als Solist nach 165 Kilometern mit acht Bergwertungen und fast 4500 Höhenmetern. Tadej Pogacar gab das Gelbe Trikot ohne Kampf an Ausreißer Ben Healy ab.
Highlights: Yates gewinnt am Nationalfeiertag, Pogacar verliert Gelb
Quelle: Eurosport
Yates hatte als Teil der großen Ausreißergruppe des Tages im Finale der Etappe seine letzten Begleiter mit einer Attacke am 3,3 Kilometer langen Schlussanstieg abgehängt. Hinter Thymen Arensman (Ineos) wurde Healy Dritter und übernahm damit das Gelbe Trikot von Pogacar - 29 Sekunden liegt der Ire nun vor dem Titelverteidiger aus Slowenien.
Die großen Favoriten begnügten sich im Finale mit kurzen Vorstößen: Einen Antritt von Remco Evenepoel konnten Pogacar und Jonas Vingegaard kontern. Der nächsten Attacke des Manns im Gelben Trikot fiel zwar der Olympiasieger aus Belgien zum Opfer, während der dänische Visma-Kapitän folgen konnte. Pogacar verzichtete danach auf weitere Tempoverschärfungen und kämpfte nicht um das maillot jaune. So konnte Healy nach seinem Etappensieg vor wenigen Tagen nun über einen neuen Coup bei der 112. Tour jubeln.
Florian Lipowitz zeigte am französischen Nationalfeiertag die nächste starke Leistung und wurde Pogacar (UAE) Elfter der Etappe und war damit drei Sekunden vor Evenepoel (Soudal) und auch Red Bull-Teamkollege Primoz Roglic im Ziel.
Pogacar hat in der Gesamtwertung weiter 1:17 Minuten Vorsprung auf Vingegaard und eine Minute auf Evenepoel. Lipowitz ist als Achter gut drei Minuten hinter Pogacar und einen Rang vor Roglic platziert, Emanuel Buchmann (Cofidis) verteidigte seinen 20. Platz.
Lipowitz zufrieden nach "superhartem Tag"
"Es war ein superharter Tag. Jeder war am Limit, aber wir können zufrieden sein", bilanzierte Lipowitz den ersten Schlagabtausch, "die Beine waren ganz gut. Ich glaube, da kann ich positiv in die nächste Woche schauen. So viele waren nicht mehr über und ich denke, wir haben einen guten Job gemacht".
Das galt auch für Yates, der sechs Jahre nach seinen ersten beiden Etappensiegen bei der Tour nun nachlegen konnte. "Es ist lange her, aber eigentlich hatte ich hier auch keine großen Chancen erwartet. Natürlich waren wir voll auf Jonas und die Gesamtwertung fokussiert, aber ich habe die Chance mit beiden Händen ergriffen", sagte der 32-Jährige.
Und für Healy war der Sprung an die Spitze "einfach ein Märchen" und "schlichtweg nicht zu glauben", so der strahlende EF-Profi im Interview des neuen Gesamtführenden.
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Simon Yates feiert Ausreißersieg auf Etappe 10 im Zentralmassiv
Quelle: Eurosport
Yates kriegt Freibrief - Pogacar wird Vingegaard nicht los
Beim ersten echten Härtetest im Gebirge mit sieben Anstiegen der 2. Kategorie bestimmte eine große Fluchtgruppe mit über 25 Fahrern den Großteil des Tages - allerdings ohne deutsche Fahrer. Die fordernden Anstiege sorgten für einen schrittweise Verkleinerung an der Spitze des Rennens. Healy übernahm dann im Alleingang die Tempoarbeit, als das Gelbe Trikot in Reichweite kam, bevor dann Yates seine Chance ergriff.
Der Giro-Sieger war eigentlich als möglicher Helfer für Vingegaard an der Spitze platziert worden, bekam dann aber freie Fahrt. Sein Teamkollege Matteo Jorgenson sorgte am vorletzten Berg für mehrere Tempoverschärfungen in der Favoritengruppe, die aber ohne gravierende Folgen für die anderen Topfahrer blieben, Pogacar war jederzeit Herr der Lage - konnte aber eben seinerseits Vingegaard einmal mehr mit seinem Angriff nicht abhängen.
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Vingegaard wehrt Pogacar-Attacke im Zentralmassiv problemlos ab
Quelle: Eurosport
Großer Verlierer aus dem Kreis der Anwärter auf Spitzenplätze im Gesamtklassement war der Däne Mattias Skjelmose: Der Lidl-Kapitän büßte knapp drei Minuten und fünf Positionen im Klassement ein.
Martinez erobert Bergtrikot am Nationalfeiertag
Die erste große Bergetappe der Tour brachte auch einen neuen Führenden im Kletter-Klassement: Lenny Martinez sammelte eifrigst Punkte, gewann fünf der acht Bergwertungen des Tages und ist nun Führender im Kampf um das gepunktete Trikot.
Der 22-Jährige ist damit auf den Spuren seines Großvaters: Mariano Martinez gewann 1978 das Bergtrikot der Tour.
Am Dienstag steht der erste Ruhetag bei der Tour de France auf dem Programm, bevor es am Mittwoch mit der 11. Etappe rund um Toulouse weitergeht.
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Tour-Strecke, 11. Etappe: Steile Rampen auf Runde um Toulouse
Quelle: Eurosport
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10. Etappe | BergetappeEnnezat → Le Mont-Dore Puy de Sancy / 165.3 km
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S. YatesBeendet
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