Ex-Sprint-Star Caleb Ewan kritisiert Streckenführung bei 3. Tour-Etappe als vorhersehbares "Blutbad"
Update 08/07/2025 um 09:48 GMT+2 Uhr
Nach den dramatischen Szenen im Finale der dritten Etappe der Tour de France werden Rufe nach Konsequenzen laut. Ex-Sprinter Caleb Ewan übt scharfe Kritik an der Streckenführung - und spricht von einem vorhersehbaren Unfall. "Mit so einem Finale weiß man, dass es ein Blutbad wird", sagte Ewan im Gespräch mit der "Wieler Revue". Der Ex-Profi wurde in seiner Kritik aber noch deutlicher.
Red-Bull-Duo stürzt im Finale - auch Evenepoel involviert
Quelle: Eurosport
Er kritisierte, dass der Zielbereich nicht auf einer geraden Strecke lag, sondern durch eine kurvige Passage führte.
Hätte man die Ziellinie nur ein Stück weiter verlegt, "hätten sie auf einer Geraden sprinten können", meinte der Australier.
Auf der dritten Etappe der diesjährigen Tour de France kam es im Finale zu mehreren folgenschweren Stürzen. Betroffen waren unter anderem Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step) und Jordi Meeus (Red Bull-Bora-hansgrohe).
Die Fahrer selbst hätten keine Schuld am Crash. Der Sturz gehöre für ihn zur Kategorie "Rennunfall", sagte er. Doch das Etappenfinale sei seiner Meinung nach "nicht ideal" geplant gewesen.
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Caleb Ewan beendete nach elf Jahren seine Karriere
Fotocredit: Getty Images
Ewan "wusste sofort, dass es schwierig werden würde"
Schon vor dem Rennen habe er geahnt, dass es gefährlich werden könnte. "Ich bin die letzten 500 Meter am Morgen abgegangen und wusste sofort, dass es schwierig werden würde", berichtete der frühere Sprinter.
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Tour de France 2025: Jordi Meeus (Red Bull-Bora-hansgrohe) wird nach seinem Sturz auf der 3. Etappe begutachtet
Fotocredit: Getty Images
Besonders problematisch sei gewesen, dass das Feld auf den letzten Metern stark von einer Straßenseite zur anderen fahren musste.
"Viele Jungs werden gegen die Bande gepresst, weil die Gruppe von links nach rechts schwenkt. Es ist im Grunde sehr logisch, dass irgendwo irgendwas falsch läuft", so Ewan.
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Übler Sturz bei 60 km/h: Tour-Aus für Sprint-Star Philipsen
Quelle: Eurosport
Doch nicht nur der finale Massensturz sorgte für Bestürzung. Bereits zuvor kam es bei einem Zwischensprint zu einem folgenschweren Unfall: Top-Sprinter Jasper Philipsen, der noch auf der ersten Etappe das Gelbe Trikot erobert hatte und auf der 3. Etappe in Grün fuhr, stürzte schwer. Der Belgier erlitt einen Rippen- und Schlüsselbeinbruch und musste die Tour vorzeitig beenden.
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Experten-Vorschau zur 4. Etappe: "Sägezahnprofil" im Finale
Quelle: Eurosport
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