Tour de France 2025 - Jan Ullrich überrascht von Nicht-Nominierung von Lennard Kämna: "Wäre perfekt gewesen"
VonJan Zesewitz
Publiziert 05/07/2025 um 12:18 GMT+2 Uhr
Lennard Kämna hat sich nach seinem schweren Trainingsunfall vor einem Jahr bei seinem neuen Team Lidl-Trek zurückgekämpft. Seine Leistungen bei der Tour de Suisse und den Deutschen Meisterschaften unterstrichen seine aufsteigende Form. Bei der Tour de France muss der Deutsche trotzdem zuschauen - zum Unverständnis von Jan Ullrich, wie er in seinem Podcast "Ulle & Rick" sagte.
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Quelle: Eurosport
"Lidl-Trek ist ein sehr gutes Team und konzentriert sich vielleicht auf Jonathan Milan im Sprint", erklärte Ullrich im Podcast mit dem Ex-Profi Rick Zabel. "Ich hätte ihn nominiert, weil seine Form einfach aufsteigend ist. Er war sicher auch enttäuscht. Er ist Vierter geworden im Meisterschaftsrennen und ist mega stark gefahren. Es wäre perfekt gewesen."
Anfang April 2024 hatte sich Kämna bei einem Unfall mit einem Auto im Training auf Teneriffa schwere Verletzungen zugezogen. Er erlitt ein Thoraxtrauma mit Rippenbrüchen und einer Lungenprellung und lag vier Wochen lang im Krankenhaus.
Für Red Bull-Bora-hansgrohe bestritt er in diesem Jahr kein Rennen mehr und wechselte dann zum US-Team. Nach einem Jahr Zwangspause gab er sein Comeback bei der Katalonien-Rundfahrt. Im Saisonverlauf kam der 28-Jährige immer besser in Tritt und wurde bei der Tour de Suisse starker Sechster in der Gesamtwertung.
"Ich habe ihn das ganze Jahr verfolgt. Er ist immer besser geworden und hat jetzt seine Top-Form. Und jetzt kann er die Tour de France im Fernsehen anschauen, was für jeden Sportler nicht so toll ist", sagte Ullrich.
Nicht-Nominierung zu Beginn geplant
Seinem Rennstall reichte das Gezeigte nicht, um vom ursprünglich gefassten Plan abzuweichen. Kämna wird bei der Tour of Austria an den Start gehen.
Für den Deutschen kam die Nicht-Nominierung also alles andere als überraschend: "Es ist durch. Ich denke nicht, dass es zur Tour geht", sagte er nach der Tour de Suisse gegenüber der "dpa". Es sei bis vor zwei, drei Monaten überhaupt nicht klar gewesen, "ob ich überhaupt zurückkomme. Von daher bin ich einfach nur happy, dass es überhaupt geht."
Kämna hob stattdessen seine positive Entwicklung in der Schweiz hervor: "Es war eine richtig gute Woche für mich. Die Tour de Suisse kam gefühlt zum genau richtigen Zeitpunkt", sagte er gegenüber radsport-news.com.
Zehn deutsche Starter stehen bei der Frankreich-Rundfahrt am Start.
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