Tour-Profis kritisieren Streckenführung am Montmartre auf Schlussetappe in Paris: "Hätte mich fast umgebracht"
Update 28/07/2025 um 12:49 GMT+2 Uhr
Die letzte Etappe der Tour de France führte in diesem Jahr dreimal über den Anstieg am Montmartre, was bei den Olympischen Spielen im Vorjahr ein großes Highlight war. Nun aber gab es einige Kritik aus dem Fahrerfeld zum neuen, risikoreichen Streckenabschnitt. "Ich wollte nicht im Krankenhaus landen, deshalb habe ich meine Chance nicht gesucht", sagte etwa Matej Mohoric aus der Spitzengruppe.
Onboard bei Schlussetappe in Paris: Durch Montmartre und Louvre
Quelle: Eurosport
Es war eng, hektisch und gefährlich auf dieser Schlussetappe der Tour de France in Paris. Das lag am heftigen Regen und der neuen Streckenführung, die das Feld dreimal über den Anstieg von Monmartre führte - und über das regennasse Pflaster hinunter ins Stadtzentrum.
Anlässlich des 50. Jubiläums der Zieleinfahrt auf den Champs-Elysées hatte sich der Veranstalter diese Neuerung überlegt, nachdem dieser Kurs im vergangenen Jahr beim olympischen Radrennen getestet wurde und für Begeisterung gesorgt hatte.
Doch anders als bei Olympia machte das Wetter den Radprofis einen Strich durch die Rechnung, sodass die letzte Tour-Etappe schon 50 Kilometer vor dem Ziel für die Gesamtwertung neutralisiert wurde. Das Sturzrisiko auf dem nassen, steilen Kopfsteinpflaster war einfach zu hoch.
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Matej Mohoric (Mitte) bei der Tour de France 2025 in Paris zwischen Tadej Pogacar und Wout van Aert am Montmartre
Fotocredit: Getty Images
Tour-Profis kritisieren Strecke am Montmartre
Das sahen einige Profis genauso. Mohoric, der immerhin in der Spitzengruppe fuhr und zu den Siegkandidaten zählte, sagte laut "Le Parisien": "Ich wollte nicht im Krankenhaus landen, deshalb habe ich meine Chance nicht gesucht" - ein besonders vielsagendes Statement angesichts der Tatsache, dass der Slowene zu den mutigsten Abfahrern des Pelotons gehört und seinen Sieg bei Mailand - Sanremo einst mit einem Coup bergab vom Poggio holte.
Warren Barguil, Teamkollege des Gesamt-Vierten Oscar Onley, beschrieb es noch drastischer: "Ich hätte mich beinahe umgebracht." Und sein französischer Landsmann Axel Laurance verglich die Strecke mit einem "Glücksspiel".
"Der Regen hat es heute sehr schwer gemacht", sagte selbst Etappensieger van Aert. Die Streckenänderung sollte ursprünglich nur in diesem Jahr gelten. Ob es Pläne über eine Fortführung gibt, ist aktuell noch nicht klar.
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Quelle: Eurosport
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