Tour de France: Kurioses Novum - kein kämpferischster Fahrer nach der 3. Etappe in Dünkirchen ausgezeichnet
VonJan Zesewitz
Publiziert 08/07/2025 um 15:53 GMT+2 Uhr
Die 3. Etappe der Tour de France war geprägt von schweren Stürzen beim Zwischensprint und dem Etappenfinale in Dünkirchen. Keine Rolle spielte dagegen eine Ausreißergruppe - denn es gab keine. Die Tour-Jury entschied sich daher für ein Novum: Bei der Siegerehrung wurde kein kämpferischster Fahrer ausgezeichnet. Auf dem Weg nach Rouen wird daher kein Starter die goldene Rückennummer tragen.
Deshalb nahm Wellens Kapitän Pogacar das Bergtrikot ab
Quelle: Eurosport
Das hat es im 21. Jahrhundert noch nicht gegeben. Traditionell wird nur bei Zeitfahren und auf der Schlussetappe in Paris auf den Champs-Élysées kein kämpferischster Fahrer gekürt.
Auch 2000 Euro Preisgeld ließen sich die Fahrer durch ihre Angriffsscheu entgehen - so viel erhält der von der Jury gekürte kämpferischste Fahrer einer Etappe.
Nur Tim Wellens (UAE Emirates-XRG) wagte sich vor der einzigen Bergwertung des Tages vor das Peloton, um das Bergtrikot von seinem Kapitän Tadej Pogacar zu übernehmen.
Am Ende der Rundfahrt wird ein Gesamtsieger dieser "Ausreißer-Wertung" gekürt - er erhält auf einen Schlag 20.000 Euro. Das ist ebenso viel wie der Gesamtsieger der Wertung des besten Jungprofis erhält.
Die bisherigen Sieger bei dieser Tour waren zwei Franzosen: Matteo Vercher (TotalEnergies) wurde am Ende der 1. Etappe ausgezeichnet, Bruno Armirail (Decathlon-AG2R) nach dem zweiten Teilstück.
Seit 1956 wird der Preis für den kämpferischsten Fahrer vergeben - mit immer wieder wechselndem Regelwerk.
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Highlights: Stürze überschatten erste Sprint-Show
Quelle: Eurosport
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