Florian Lipowitz mit Klartext zu Doping, Sturzgefahr und Kapitänsrolle bei Tour de France: Hoffnungsträger bekennt Farbe
Florian Lipowitz ist als großer deutscher Hoffnungsträger bei der Tour de France 2025 am Start. Der Dritte der Dauphiné ist im Team Red Bull als Edelhelfer für Kapitän Primoz Roglic eingeplant, soll aber auch eigene Freiheiten bekommen. "Zusammen können wir viel erreichen und wenn es die Möglichkeit gibt, kann ich auch auf die eine oder andere Etappe fahren", erklärte der 24-Jährige.
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Quelle: Eurosport
Ob er selbst auch in die Kapitänsrolle schlüpfen würde, falls Roglic stürzen oder schwächeln sollte, ließ Lipowitz im Interview mit der "Bild am Sonntag" noch offen. "Darüber haben wir nicht gesprochen, das wäre auch noch zu früh. Meist ist er in seiner zweiten Grand Tour im Jahr super stark, deshalb gehe ich davon aus, dass er topfit sein wird. Beim Giro (Aus nach Sturz - Anm. d. Red.) hatte er Pech. Im schlimmsten Fall würde kurzfristig entschieden."
Seine Topergebnisse wie bei der Vuelta 2024, bei der er trotz vieler Helferdienste Siebter der Gesamtwertung wurde, geben dem Ex-Biathleten zwar viel Selbstvertrauen - als sicheren Anwärter für die Top Ten in Frankreich sieht er sich aber vorerst nicht.
"Die Tour ist viel stärker besetzt als die Vuelta, da muss man abwarten. Der Erfolg gibt einem jedoch Selbstvertrauen, da ich gezeigt habe, dass ich drei Wochen gut und ohne größere Einbrüche fahren kann. Darauf kann dann auch das Team vertrauen, dass ich gute Leistungen zeigen werde. Aber das ergibt sich nach der zweiten Woche."
Der Zweite von Paris - Nizza unterstreicht: "Das Hauptziel für mich ist nicht, auf Gesamtwertung zu fahren. Aber wenn ich der letzte Mann bei Primoz bin, dann sind da nicht mehr allzu viele im Peloton, die vor mir sein können. Das Podium wäre sehr weit hergeholt. Für mich ist das Wichtigste, durchzukommen und eine solide Leistung zu zeigen."
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Tour: Lipowitz glaubt an sauberen Radsport
Den modernen Radsport hält Lipowitz für insgesamt sauber. "Der Radsport ist der am meisten kontrollierte Sport, der Radsport ist super kontrolliert. Solange alle Tests negativ sind, muss ich davon ausgehen, dass alle negativ sind", sagte der Ulmer.
Für ihn selbst stelle sich die Dopingfrage nicht: "Ich weiß, dass ich alles regelkonform mache. Ich mache mein Ding und versuche, mein Bestes zu geben. Ich trainiere fleißig, gehe in die Höhe und mache einfach alles, was in meinen Möglichkeiten steht", sagte Lipowitz: "Dann kommt raus, was rauskommt. Ich mache den Sport aus Spaß, und da bringt es nichts, groß darüber nachzudenken, was die anderen machen."
Gedanken macht sich Lipowitz eher um die Risiken seines Sports, wie etwa in den Abfahrten von den Bergpässen. "Bei den Unfällen in den vergangenen zwei Jahren macht man sich schon Gedanken. Vor allem die Abfahrten. Ich bin da schon einer, der eher vorsichtig bergab fährt. Da ist mir auch egal, ob ich zehn Sekunden in der Abfahrt verliere. Ich denke mir: Der Sport ist schon gefährlich genug. Der beste Fahrer entscheidet das Rennen im Anstieg oder im Zeitfahren und nicht auf der Abfahrt. Man muss nicht alles bis aufs letzte Risiko ausreizen."
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(mit SID)
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