Tour de France - Red-Bull-Sportchef Rolf Aldag exklusiv: Darum fiel Primoz Roglic auf der vierten Etappe zurück

Es war alles andere als ein erfolgreicher Tag bei der Tour de France für Red Bull-Bora-hansgrohe. Die Klassement-Favoriten Primoz Roglic und Florian Lipowitz verloren weitere Zeit auf die Favoriten um Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard. Im Exklusiv-Interview mit Eurosport-Experte Jens Voigt sprach Sportchef Rolf Aldag über die nervöse vierte Etappe, das anstehende Zeitfahren und die Sturzopfer.

Aldag: "Roglic hatte nur noch das große Kettenblatt"

Quelle: Eurosport

"Es war stressig und gefährlich heute", sagte Aldag. "Wir sind froh, dass wir einigermaßen durchgekommen sind, wenn auch nicht mit dem Ergebnis."
Roglic verlor 32 Sekunden auf Etappensieger Pogacar, dafür hatte der Sportchef des Raublinger Rennstalls eine Erklärung.
"Roglic beziehungsweise sein Rad, war in den Sturz verwickelt, in den auch Mick van Dijke involviert war. Daraufhin funktionierte sein Umwerfer nicht mehr und er musste den Rest der Etappe auf dem großen Kettenblatt absolvieren. Den steilen Berg mit dem großen Kettenblatt zu fahren - das ist eher ein Drehmomenttraining. Dafür hat er es gut gerettet, aber es war natürlich nicht ideal."
Bei dem morgigen 33 Kilometer langen Zeitfahren um Caen dürfte sich die Gesamtwertung noch einmal neu sortieren. Insbesondere Roglic hofft darauf, sich von Rang 13 in der Gesamtwertung weiter nach vorne arbeiten zu können.
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Pogacar setzt erstes Ausrufezeichen im Zweikampf mit Vingegaard

Quelle: Eurosport

"Wir haben schon zwei Trainer vor Ort in Caen, dazu unsere Engineering-Gruppe, unsere Experten", erklärte Aldag die Vorbereitung.
"Die Fahrer haben sich die Strecke schon am Video angeschaut und werden morgen früh noch einmal besichtigen. Primoz selbst wird morgen mit dem ersten Fahrer noch einmal im Auto mitfahren. Dann bekommt man einfach ein besseres Gefühl für die Kurven und die Enge der Strecke."
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Primoz Roglic wurde auf der 4. Etappe der Tour de France von technischen Problemen aufgehalten

Fotocredit: Getty Images

Red Bull-Lazarett kämpft sich durch

Zu den Sturzopfern auf der 3. Etappe nach Dünkirchen zählten aus Sicht des deutschen Teams vor allem Jordi Meeus und Laurence Pithie. Beide kämpften sich trotz ihrer Verletzungen weiter durch das Rennen.
"Es geht ihnen den Umständen entsprechend, aber sie sind stark angeschlagen", sagte Aldag. "Immerhin haben sie keine Knochenbrüche oder eine Gehirnerschütterung, aber sonst ist nicht viel Gutes dabei. Jordi fühlt sich sehr steif und hat auch abgeschürfte Fingerkuppen, was noch zusätzlich einen Nervenschmerz verursacht. Laurence Pithie ist schwer auf den Rücken gefallen, da hatten wir zunächst schlimmere Befürchtungen, aber jetzt geben wir ihnen einfach so viel Zeit wie sie brauchen."
Die verletzten Fahrer werden versuchen, sich im Zeitfahren bestmöglich zu schonen.
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Ausrufezeichen an steiler Rampe: Pogacar und Vingegaard hängen alle ab

Quelle: Eurosport


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