Tour de France 2025: Spektakuläre Neuerung bei Schlussetappe in Paris geplant - Finale auf Olympia-Kurs am Montmartre statt Sprinter-Duell

Eine spektakuläre Neuerung ist bei der Schlussetappe der Tour de France 2025 in Paris geplant: Der Anstieg von Montmartre soll Teil der Streckenführung der Schlussetappe sein. Der Hügel bot während der Olympischen Spiele 2024 nicht nur zehntausenden Radsportfans Platz, sondern war auch der Schauplatz der entscheidenden Momente des Rennens. Nun soll auch die Tour das Olympia-Flair erhalten.

Van der Poel attackiert am Montmartre - nur van Aert kann mit

Quelle: Eurosport

Bereits im Januar wurden die Pläne der Tour-Organisation ASO bekannt, dass Montmartre in den traditionellen Rundkurs, der auf den Champs-Elysees endet, eingebaut werden soll. Damals stieß dies vor allem seitens der Polizeipräfektur in Paris auf Ablehnung, vor allem aufgrund des befürchteten Verkehrschaos.
Die neue Route hatte aber prominente Unterstützer, unter anderem aus dem Pariser Rathaus und auch Präsident Emmanuel Macron sprach sich für die Änderungen aus. Nun wird laut "Le Parisien" das Tour-Finale tatsächlich auf dem neuen Kurs stattfinden - und da die Zeitung zum selben Konzern wie die ASO gehört, darf dem Bericht viel Gewicht beigemessen werden.
Dreimal soll am 27. Juli der Anstieg in Angriff genommen werden. Er führt über Kopfsteinpflaster und ist 1,1 Kilometer lang mit einer Durchschnittssteigung von 6,5 Prozent. Dies dürfte die Dynamik der 21. Etappe im Vergleich zu der üblichen Strecke massiv beeinflussen.
Mit einem "Sprint Royal" auf der Pariser Prachtstraße ist mit der zusätzlichen Schwierigkeit nicht in der gewohnten Form zu rechnen. Olympiasieger Remco Evenepoel (Soudal-Quickstep) etwa lancierte seine entscheidende Attacke zu Gold am Montmartre.

Voeckler: "Von einer Etappe um nichts zu einer echten Gefahr"

Auch der Ex-Profi und aktuelle Sportliche Leiter der französischen Nationalmannschaft, Thomas Voeckler, rechnet mit großen Änderungen. Sein Team konnte bei Olympia hinter Evenepoel in Person von Valentin Madouas und Christophe Laporte Silber und Bronze gewinnen.
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Die Tour de France schaut im Jahr 2025 am Anstieg von Montmartre vorbei

Fotocredit: Getty Images

"Ich habe noch nicht alle Fakten, aber mein Gefühl sagt mir, dass dies das Gesicht der letzten Etappe völlig verändern wird", sagte Voeckler im Gespräch mit "Le Parisien". Die Schlussetappe nach Paris hatte üblicherweise keine Auswirkungen mehr auf die Gesamtwertung: "Sie war für die Sprinter ebenso schön wie für die Gesamtwertung nutzlos", sagte Voeckler.
Das wäre mit dem Anstieg über den Montmartre völlig anders: "Aus einer Etappe für nichts wird eine echte Gefahr", erklärte der Vierte der Tour 2011. "Ich kann mir keine Umwälzungen in der Gesamtwertung vorstellen, aber man kann stürzen oder Zeit verlieren. Das wird für viel Spannung sorgen. Alle werden wachsam sein müssen. Ein Favorit kann hier nicht mehr viel gewinnen, aber man kann alles verlieren."
Das bedeutet auch schlechte Nachrichten für die Sprinter, für die es auf der Schlussetappe sonst einen prestigeträchtigen Etappensieg zu holen gab. Voeckler befürchtete aber auch, dass die Fahrer die zusätzliche Gefährdung durch Kopfsteinpflaster und enge Straßen nicht akzeptieren könnten. "Werden die Fahrer diese Gefährdung mit engen Straßen akzeptieren oder werden sie verlangen, dass die Zeiten am Samstagabend eingefroren werden und nur um den Etappensieg gekämpft wird? Es würde mich nicht überraschen, wenn es diese Forderung gäbe", gab der Franzose zu bedenken.
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Tour de France 2025: Die Strecke der 21 Etappen bis nach Paris

Quelle: Eurosport


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