Tadej Pogacar gibt Entwarnung nach Sturz auf 11. Etappe der Tour de France: "Glücklicherweise nur etwas Haut ab"

Tadej Pogacar ist bei seinem Sturz im Finale der 11. Etappe der Tour de France in Toulouse glimpflich davongekommen. Wie der Weltmeister vom Team UAE-Emirates-XRG erklärte, habe er etwas Haut verloren, sei sonst aber "recht okay". Als er den Bürgersteig auf sich zukommen sah, habe er Angst um seinen Kopf gehabt. Pogacar dankte außerdem der Konkurrenz dafür, dass sie auf ihn gewartet habe.

"Faire Geste": Experten loben Pogacar-Rivalen nach Sturz

Quelle: Eurosport

"Ich bin recht okay - etwas angeschlagen, aber ich habe schon Schlimmeres erlebt. Glücklicherweise ist nur etwas Haut ab", sagte Pogacar, der das Ziel in Toulouse schließlich ohne Zeitverlust auf seine direkten Kontrahenten erreicht hatte, in einer von seinem Team am Mannschaftsbus aufgenommenen Sprachnachricht und ergänzte:
"Ein Dank ans Feld: Sie haben gewartet! Klar, das Rennen war mehr oder weniger vorbei, aber trotzdem hätten sie Zeit herausholen können - vielleicht nicht allzu viel, aber ich hätte schon sehr tief gehen müssen, um zurückzukommen. Deshalb großer Respekt an alle dort vorn - danke!"
Nach eingehenderer Untersuchung bestätigte auch Teamarzt Dr. Adrian Rotunno den ersten Eindruck seines Schützlings: "Keine Gehirnerschütterung, keine Frakturen. Er hat ein paar Prellungen und Abschürfungen am linken Unterarm und der Hüfte, ist sonst aber okay", teilte er mit. Man werde Pogacar weiter beobachten, es spreche aber wohl nichts für eine Fortsetzung der Tour.
Kurz vor dem Start der 12. Etappe erklärte der Slowene, es sei "nicht zu schlimm", aber sein linker Arm sei "komplett offen mit Abschürfungen", dazu seien Schulter und Hüfte betroffen. Aber wichtiger als sein Arm seien die Beine auf dem Weg zur Bergankunft in Hautacam.
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Pogacar mit Update zu Sturzverletzungen vor Berg-Showdown

Quelle: Eurosport

Pogacar gestand, dass er in dem Moment, als er über die Straße rutschte, zunächst Schlimmeres befürchtet hatte. "Ich hatte Angst, als ich den Bürgersteig auf mich zukommen sah, dass ich mit dem Kopf dagegen pralle. Aber glücklicherweise ist meine Haut rau und hat mich vor dem Randstein gebremst", erzählte der 26-Jährige und schilderte auch die Entstehung des Sturzes aus seiner Perspektive:
"Wir sind vom Berg runtergekommen und ich denke, jeder war etwas platt. Matteo (Jorgenson) und Jonas (Vingegaard) haben mit ihren Attacken alle ans Limit gebracht. Dann hat Jhonny (Narvaez) versucht, die Kontrolle zu übernehmen, aber es wollte natürlich jeder Sekunden herausholen. Deshalb wurde wieder attackiert und andere sind gefolgt", so der Slowene. "Leider ist ein Fahrer beim Folgen von links nach rechts rübergezogen und - ich weiß nicht - er hat mich wohl nicht gesehen und hat mich komplett geschnitten und mein Vorderrad weggezogen."
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Schreck im Finale! Pogacar stürzt - Feld wartet auf Topfavorit

Quelle: Eurosport

Bei dem vor Pogacar kreuzenden Fahrer handelte es sich um den Norweger Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility). Er sagte im Etappenziel am Eurosport-Mikrofon:
"Alle haben sich nach rechts bewegt und ich bin der Bewegung einfach gefolgt. Ich glaube, dass Tadej am Funk war und so sind wir miteinander in Berührung gekommen. So etwas passiert, aber ich wollte auf keinen Fall, dass er stürzt und ich glaube auch nicht, dass sich das ein anderer Fahrer im Peloton wünschen würde."

Johannessen: "Konnte keiner etwas dagegen tun"

Auch der Norweger bestätigte, dass man anschließend in der Gruppe aktiv gewartet habe, bis Pogacar wieder herangekommen war. "So etwas passiert einfach, aber es tut mir leid für ihn. Ich habe nach dem Rennen mit ihm gesprochen und mich entschuldigt, aber ich glaube nicht, dass einer von uns da etwas gegen tun konnte. Er meinte, ich solle mir keine Sorgen machen, aber es tut mir trotzdem leid für ihn", so Johannessen abschließend.
Für Pogacar kam der Sturz, trotz des glimpflichen Ausgangs, zu einem unangenehmen Zeitpunkt: am Tag vor der ersten Hochgebirgsetappe in den Pyrenäen, mit der Bergankunft in Hautacam. "Mal sehen, wie ich mich erhole. Normalerweise ist man am Tag nach einem Sturz nie auf dem besten Level", blickte er voraus. "Aber ich werde mein Bestes geben und dann werden wir sehen. Wir sind als Team bereit für Hautacam."
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Tour-Strecke, 12. Etappe: Bergankunft in Hautacam

Quelle: Eurosport


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