Tour de France: Tadej Pogacar muss auf der 4. Etappe ans Limit gehen - Jonas Vingegaard überrascht mit Explosivität
Titelverteidiger Tadej Pogacar hat auf der 4. Etappe der Tour de France mit seinem 100. Profi-Sieg das erste Ausrufezeichen gesetzt. Distanzieren konnte er seinen großen Rivalen Jonas Vingegaard trotz einer Attacke an der letzten steilen Rampes des Tages, bei der selbst "alles reingelegt" habe, aber nicht. Bei Visma war man trotz des verpassten Etappensieges glücklich über den Rennverlauf.
Pogacar setzt erstes Ausrufezeichen im Zweikampf mit Vingegaard
Quelle: Eurosport
Als Tadej Pogacar knapp 5,5 Kilometer vor dem Ziel an der letzten Steigung in Saint-Hilaire angriff, war es zunächst nur Jonas Vingegaard, der dem Weltmeister folgen konnte.
Der Däne musste zwar angesichts des explosiven Antritts von Pogacar zwischenzeitlich abreißen lassen, ließ den Slowenen aber nicht weg und saugte sich bis zur Bergwertung wieder heran.
"Ich habe es mit einer Attacke am letzten Anstieg versucht, aber Jonas ist mir gefolgt", sagte Pogacar, der bei seinem Antritt richtig aus dem Sattel ging. Auf Nachfrage, wie viel der 26-Jährige bei der Aktion investiert habe, antwortete Pogacar am Eurosport-Mikrofon mit einem Schmunzeln: "12 von 10. Das war alles, was ich hatte. Ich hoffe, heute war jeder am Limit."
Kraft genug zum Sprinten hatte der UAE-Profi im Ziel in Rouen aber noch. "Dann kommt das Adrenalin, pures Rennenfahren", so Pogacar, der mit 26 Jahren bereits seinen 100. Profi-Sieg einfuhr: "Ich habe es sehr genossen."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/08/image-a9098ac8-1253-444b-816c-680d4f31566b-85-2560-1440.jpeg)
Analyse zum Rouen-Sieg: "Für Pogacar ist es perfekt gelaufen"
Quelle: Eurosport
Vingegaard: "Wirklich glücklich mit meiner Leistung"
Aber auch Vingegaard, der bis zum Ende an Pogacars Hinterrad blieb und hinter dem Tagessieger und Mathieu van der Poel Dritter wurde, zeigte sich zufrieden mit seiner Leistung.
"Ich habe mich heute sehr gut gefühlt und bin glücklich, dass ich am Anstieg an ihm dranbleiben konnte", sagte der 28-Jährige gegenüber dänischen Medien: "Ich denke, das war einer der besten einminütigen "Power-Efforts" meiner Karriere. Ich bin wirklich glücklich mit meiner Leistung. Ich habe einmal mehr gezeigt, dass ich explosiver geworden bin."
Erfahrungsgemäß liegen Vingegaard lange Anstiege im Hochgebirge deutlich mehr. Kurzes, hügeliges Gelände wie im Finale der 4. Etappe sind normalerweise eher Pogacars Terrain.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/08/image-00e08c19-fb72-4b65-913e-a411ebcb5d5c-85-2560-1440.jpeg)
Vingegaard und Visma beeindrucken: "Haben getan, was wir konnten"
Quelle: Eurosport
Niermann: "Physisch und mental ein sehr gutes Zeichen"
"Das war natürlich eine Etappe, bei der wir wussten: Wenn er (Pogacar, Anm. d. Red.) im steilsten Teil eines so explosiven Anstiegs Vollgas gibt, dann wird es hart für Jonas", sagte auch Grischa Niermann, Sportlicher Leiter von Visma-Lease a Bike.
Deshalb sei es "physisch und mental ein sehr gutes Zeichen", dass Vingegaard auf seinen Kontrahenten im Kampf ums Gelbe Trikot bis auf die Bonussekunden keine Zeit eingebüßt habe.
Im Gesamtklassement liegt er vor dem Zeitfahren am Mittwoch acht Sekunden hinter Pogacar und van der Poel, der weiter im Maillot jaune blieb.
Das könnte Dich auch interessieren: Aldag exklusiv: Darum fiel Roglic auf der vierten Etappe zurück
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/08/image-2183ed60-c500-48e2-bc2d-641b5e2837f7-85-2560-1440.jpeg)
Pogacar nach 100. Sieg: "Das ist Radrennen pur"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/03/05/image-04548325-c467-4327-9c31-0604a461cb71-68-310-310.jpeg)