Tour de France: Wutausbruch nach Zwischensprint - Jonathan Milan entschuldigt sich bei Biniam Girmay nach 2. Etappe
Ärger im Duell der Sprint-Stars! Auf der 2. Etappe der Tour de France 2025 bekommen sich Jonathan Milan (Lidl-Trek) und Biniam Girmay (Intermarché – Wanty) in die Haare. Nach einem Zwischensprint schimpft der Italiener gestenreich auf den Eritreer ein. Später kommt es allerdings zur Versöhnung zwischen den beiden. Girmays Team muss sich dennoch Sorgen machen – jedoch aus einem anderen Grund.
Beef beim Zwischensprint: Milan und Girmay bekommen sich in die Haare
Quelle: Eurosport
Es war eine der Szenen der 2. Etappe der Tour de France: Knapp 54 Kilometer vor dem Ziel kämpften die Anwärter auf das Grüne Trikot bei einem Zwischensprint um die hinter der Ausreißer-Gruppe noch zu vergebenen Punkte.
Jonathan Milan behielt knapp die Oberhand vor Biniam Girmay und sicherte sich elf Zähler, während der Eritreer nur deren neun einstrich. So weit, so normal. Allerdings begann Milan plötzlich wild gestikulierend auf Girmay einzuschmipfen, der sichtlich überrascht war, sich aber durchaus verbal zur Wehr setzte.
"Den habe ich noch nie so explodieren gesehen", staunte Eurosport-Kommentator Robert Bengsch über Milan, der eigentlich als ruhiger Charakter bekannt ist. Seine Vermutung deshalb: "Da muss etwas vorgefallen sein."
Aike Visbeek, Sportdirektor von Girmays Team Intermarché – Wanty, klärte später gegenüber dem niederländisch-belgischen Online-Portal "Wielerflits" auf. Offenbar hatte Milan im Vorfeld der Szene versucht, Girmays Sprintzug zu stören. Der habe daraufhin nur seine "Position behaupten" wollen, so Visbeek. Auf den TV-Bildern ist dies nicht klar zu erkennen.
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Milan erklärt Hintergrund zum Zoff mit Girmay und bekundet Respekt
Quelle: Eurosport
Milan entschuldigt sich bei Girmay
Für böses Blut sorgte die Szene aber nicht. Intermarché – Wanty postete noch am Abend ein Video in den sozialen Medien, auf dem zu sehen ist, wie sich Milan vor dem Bus des belgischen Teams bei Girmay entschuldigt, der ihm daraufhin die Hand reicht. "Es gibt nichts mehr, worüber man sprechen müsste", meinte auch Visbeek .
Sorgen bereitet ihm dagegen das Knie seines Schützlings Girmay. Der Vorjahresgewinner des Grünen Trikots war beim Etappenfinale im Küstenort Boulogne-sur-Mer nicht mehr in der Lage, um den Sieg mitzusprinten. Der Grund: Offenbar war der 25-Jährige knapp 10 Kilometer vor dem Ziel weggerutscht und in der Folge mit dem Knie gegen den Lenker geknallt.
"Wir machen uns Sorgen um sein Knie, das ist jetzt unsere Priorität", sagte Visbeek: "Jetzt müssen wir schauen, wie groß der Schaden ist." Aber das sei eben "auch die Tour".
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Girmay über Zwischenfall mit Milan: "Keine große Sache"
Quelle: Eurosport
Milan doppelt im Pech
Übrigens erwischte auch Milan in der Folge einen gebrauchten Tag. Knapp 30 Kilometer vor dem Ziel bekam der 24-Jährige erst zwei Smartphones von unaufmerksamen Fans ins Gesicht, ehe er kurz darauf stürzte und seinen Lenker geradebiegen musste.
Mit dem Ausgang der Etappe, die Mathieu van der Poel im Sprint der Superstars vor Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard gewann, hatte Milan dann wie Girmay nichts mehr zu tun.
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Doppelter Schreck für Milan: Erst Handy im Gesicht - dann Sturz
Quelle: Eurosport
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