Eurosport
Tour de France 2029 - Start in deutscher Hauptstadt Berlin immer wahrscheinlicher: "Sind in sehr guten Gesprächen"
Von
Update 12/03/2026 um 10:48 GMT+1 Uhr
Die Rückkehr der Tour de France nach Deutschland wird immer wahrscheinlicher – zum 40. Jahrestag des Mauerfalls rückt dabei Berlin als Gastgeber des Grand Départ in den Fokus. "Wir sind in sehr guten Gesprächen", sagte Thomas Hofmann, der Vorsitzende des Vereins "Grand Départ Allemagne", dem "SID". Der Tour-Veranstalter ASO rechne der deutschen Bewerbung "sehr, sehr gute Chancen für 2029 ein."
Zweimal Alpe d'Huez: Die Tour-Strecke 2026 von Barcelona nach Paris
Quelle: Eurosport
Ein Prolog vorbei am Fernsehturm und dem Reichstagsgebäude, ein Massensprint auf der Straße des 17. Juni und das Gelbe Trikot am Brandenburger Tor? Die Tour de France steht 40 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer vor der Rückkehr in die deutsche Hauptstadt. Die Pläne für den ersten Grand Départ in Deutschland seit Düsseldorf 2017 nehmen Gestalt an. Die Zuversicht, das wichtigste Radrennen der Welt 2029 nach Deutschland und Berlin zu holen, ist groß.
Der Berliner Senat bestätigte auf "SID"-Anfrage, man stehe dem Thema "offen gegenüber", derzeit laufe "ein Prüfprozess zu den vertraglichen, logistischen, finanziellen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen".
Ursprünglich hatte die Initiative einen Tour-Start für das Jahr 2030 - und damit 40 Jahre nach der Wiedervereinigung - angepeilt. Die Pläne, das Rennen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchzuführen, sind nicht verworfen. Auf Wunsch der ASO soll Berlin aber eine zentrale Rolle spielen.
"Natürlich wäre eine deutsche Bewerbung mit Berlin stärker", hatte Tour-Chef Christian Prudhomme bereits im Januar im Sportschau-Interview gesagt: "Für mich als Franzosen und für viele andere Europäer hängt dieses Ereignis vor allem mit dem Fall der Mauer im November 1989 zusammen. Das wäre für mich ein sehr starkes Signal: Berlin 2029 und der Fall der Mauer 1989." Der Startschuss soll deshalb schon in drei Jahren fallen.
Die Frankreich-Rundfahrt ist in ihrer mehr als 100-jährigen Geschichte viermal in Deutschland gestartet, zuletzt 2017 in Düsseldorf. Zuvor waren Köln (1965), Frankfurt/Main (1980) und West-Berlin (1987) Gastgeber des Grand Départ.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/07/image-7cb4a11b-814a-4ae2-9071-9d7820d07a30.jpeg)
Die Tour de France startete 1987 im damals noch geteilten Berlin
Fotocredit: Getty Images
Deutschland ist Favorit für Tour-Start
Im Sommer startet die 113. Tour de France in Barcelona. 2027 findet der Grand Départ im schottischen Edinburgh statt, um den Startschuss 2028 bewerben sich Luxemburg und Reims mit der französischen Region Grand Est. Als Konkurrenten für den 2029er-Auftakt gelten Slowenien, Heimat von Radsport-Dominator Tadej Pogacar, die tschechische Hauptstadt Prag und die Niederlande.
Die deutsche Bewerbung hat aber offenbar die besten Chancen. "Wir haben die bessere Story", sagte Hofmann mit Blick auf das Mauerfall-Jubiläum hoffnungsvoll.
Berlin als Ausrichter des Grand Départ gilt als wahrscheinlichste Option, dann würde der Tour-Tross an bis zu drei weiteren Etappentagen die Bundesländer der Ursprungsinitiative besuchen. "Wir sind weiter bestrebt, dass wir unser Modell 3+1 bedienen können", sagte Hofmann.
Das könnte Dich auch interessieren: "Keinen Spaß gemacht": Pidcocks Reaktion auf Pogacar spricht Bände
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/03/10/image-985e3358-799c-427c-8b43-6188a08d7da7-85-2560-1440.png)
Van der Poel lässt bei Schotter-Spektakel die Muskeln spielen
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung