Rundfahrt-Siege für Lipowitz, Pogacar und Philipsen: Die Rad-Stars sind bereit für die Tour de France

Ausgerechnet in Slowenien hat Florian Lipowitz eindrucksvoll an Form und Selbstvertrauen für die Tour de France gearbeitet. Im Heimatland seines Konkurrenten Tadej Pogacar holt der Deutsche seinen bislang größten Karriere-Sieg. Pogacar dagegen beweist bei der Tour de Suisse, dass er auch 2026 der große Favorit für die Frankreich-Rundfahrt ist. Jasper Philipsen erfüllt sich derweil einen Traum.

Highlights: Lipowitz mit unwiderstehlicher Attacke zum Gesamtsieg

Quelle: Eurosport

Knapp zwei Wochen vor dem Start der Tour de France haben Deutschlands bester Rundfahrer und der größte Radsportler der Jetztzeit bei ihren Generalproben nach Belieben dominiert - beide reisen nun im schieren Gefühl eigener Stärke zum Grand Depart nach Barcelona am 4. Juli.
"Ich freue mich riesig. Es hat jetzt zwei Jahre gedauert", sagte Lipowitz, der bei der Slowenien-Rundfahrt seine Karriere-Siegesausbeute verdoppelte: Etappensieg bei der Königsetappe am Samstag, Etappen- und Gesamtsieg am Sonntag - für den Vorjahresdritten kann die Tour kommen.
Am Sonntag verwaltete der Ulmer in Diensten von Red Bull-Bora-hansgrohe seinen Vorsprung nicht, sondern attackierte am letzten Berg noch einmal. Niemand konnte dem 25-Jährigen folgen, auch auf dem letzten Flachstück kam eine größere Verfolgergruppe nicht mehr an ihn heran.

Lipowitz-Sieg in Slowenien mit einem Aber

Bilder, die an typische Siege von Pogacar erinnerten - die allerdings auch mit einem Sternchen versehen werden müssen: Von Lipowitz abgesehen fehlten die Stars der Szene bei der 32. Slowenien-Rundfahrt, die nicht zur World Tour zählt.
Red Bull-Bora war klar das stärkste Team, sämtliche Trikots mit Ausnahme des weißen für den besten Nachwuchsfahrer gingen an die Equipe aus Raubling, Lipowitz gewann neben der Gesamt- auch die Bergwertung - und feierte nebenbei seine Tagessiege vier und fünf als Radprofi.
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"Zieht einsam seine Runden": Lipowitz macht als Solist Gesamtsieg perfekt

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Der Erfolg in der Heimat Pogacars war sein dritter Gesamtsieg bei einer Rundfahrt nach der Czech Tour 2023 sowie der Sibiu Tour 2024. Ein Triumph auf World-Tour-Level fehlt Lipowitz noch. Doch das ist zweitrangig für den introvertierten Deutschen.
Er wolle sich "einfach gut vorbereiten und nach der Tour sagen können, dass ich mein Bestes gegeben habe", sagte Lipowitz zuletzt dem "SID".
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"Weg ist er!" Lipowitz zündet am letzten Anstieg den Turbo

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Pogacar spielt in der Schweiz mit seiner Konkurrenz

Im Normalfall wird sein Bestes aber wohl nicht ausreichen, bei der Tour Pogacar zu gefährden. Der viermalige Tour-Champion spielte in der Schweiz mit seiner Konkurrenz.
Am Wochenende holte der Star vom UAE Team Emirates-XRG im Zeitfahren und auf der schwersten Bergetappe seine Siege zwei und drei an den fünf Renntagen, in der Gesamtwertung lag er 6:32 Minuten vor Ecuadors Tokio-Olympiasieger Richard Carapaz - der deutlichste Sieg bei der Tour de Suisse seit Hennes Junkermann 1959.
"Es war hart heute, ein wirklich brutaler Tag", sagte Pogacar: "Ich bin aber natürlich sehr zufrieden mit dem Sieg. Und es war gut, vor der Tour noch einmal alles am Berg zu testen, das Herz, die Beine, die Lunge."
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Highlights: Pogacar im Grande Finale im Kannibalen-Modus

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International steht neben Pogacar auch der Däne Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) stärker im Vordergrund als Lipowitz, erst recht nach seinem dominanten Giro-Sieg - in Abwesenheit Pogacars - wird der Tour-Sieger von 2022 und 2023 als erster Herausforderer betrachtet.
Er verzichtete auf einen letzten Härtest. Im Fokus zudem: Paul Seixas (Decathlon CMA CGM), das 19 Jahre alte Wunderkind, das bei seinem Tour-Debüt nicht nur mit den immensen Strapazen, sondern auch der überbordenden Sehnsucht der Grande Nation auf den ersten Erfolg eines Franzosen seit 1985 zurechtkommen muss.
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Pogacar im Siegerinterview: "Froh, dass ich jetzt zu Urska kann"

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Philipsen und Pidcock haben Ambitionen

Ambitionen in Frankreich eine größere Rolle zu spielen haben auch Sprinter Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) und Allrounder Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) - wie Lipowitz und Pogacar feierten die beiden am Sonntag bemerkenswerte Siege.
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Highlights: Philipsen feiert Heimsieg in Belgien

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Philipsen erfüllte sich mit dem Erfolg bei der heimischen Belgium Tour einen Kindheitstraum, der 28-Jährige gewann die Schlussetappe und erstmals überhaupt eine Rundfahrt.
"Ich bin sehr glücklich", sagte der Belgier: "Die Form wurde während der Woche immer besser. Zum Start der Tour werde ich dann bei 100 Prozent sein."
Pidcock zeigte beim schweren Tagesrennen Andorra MoraBanc Clàssica seine Qualitäten im Gebirge.
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Pidcock schnappt sich Sieg bei Andorra MoraBanc Clàssica

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Aufmerksamkeit zunächst auf Evenepoel

Zumindest an den Anfangstagen der Tour dürfte auch im Team Red Bull-Bora-hansgrohe die Aufmerksamkeit auf einem anderen liegen: Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel, hochbezahlter Neuzugang, ehrgeizig bis ans Herz, aber im Hochgebirge weniger stark als Lipowitz, schielt schon auf das Gelbe Trikot.
Schließlich beginnt die Tour mit einem Mannschaftszeitfahren auf eher flachem Terrain.
Lipowitz' Tage kommen erst danach. Und für die scheint er bereit zu sein.
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(mit SID)
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Lipowitz im Siegerinterview: "Beeindruckende Woche"

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