Tour de France 2026: Gluthitze in Frankreich - Dylan van Baarle nennen Umgang der Organisation "unverantwortlich"
VonJan Zesewitz
Publiziert 08/07/2026 um 15:05 GMT+2 Uhr
Die ersten Tage der Tour de France 2026 wurden von einer extremen Hitze in Katalonien und im Süden Frankreichs geprägt. Nach jeder Etappe klagten zahlreiche Fahrer über die Bedingungen, Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) fühlte sich nach der Mini-Bergankunft in Les Angles "gekocht", die Teams geben alles, um die Fahrer mit Eis und Trinkflaschen zu versorgen. Auch Kritik an der Organisation wurde laut.
Denz nach Hitze-Etappe: "Für mich war es ein bisschen zu schwer"
Quelle: Eurosport
"Wir haben zwar ein Hitzeprotokoll, aber ich glaube, es liegt irgendwo weit weg in einer Ecke", sagte Dylan van Baarle (Soudal Quick-Step) gegenüber "NOS". "Ist es noch regelkonform? Das ist eine gute Frage. Ich glaube nicht."
Der Niederländer kritisiert die Organisation ASO scharf - und gibt einen Lösungsvorschlag preis: "Auf jeden Fall die Etappen verkürzen. Wir können bei dieser Hitze zwar immer noch zwei bis drei Stunden fahren, aber das gilt nicht nur für uns. Irgendwann ist auch kein Wasser oder Eis mehr im Fahrzeug. Nach zwei bis drei Stunden ist das wirklich unverantwortlich."
Die Temperaturen erreichten während der ersten Etappen bis zu 40 Grad, abgesehen von der 3. Etappe, die wegen der Waldbrandgefahr im Finale ohne Zuschauer stattfinden sollte, gab es keine Anpassungen in Sachen Etappenlänge oder ähnliches.
Für die 5. Etappe wurde bekannt gegeben, dass die Fahrer ab Kilometer zehn bis ins Ziel mit Trinkflaschen versorgt werden dürfen, normalerweise ist das nicht bis zum Ende des Teilstücks möglich.
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Trentin zur Hitze: "Das ist ungesund"
Sogar Dominator Tadej Pogacar (UAE Emirates-XRG) klagte nach der 4. Etappe über die Hitze und gab zu Protokoll, dass er mit Kopfschmerzen am Start stand. "Da war mir klar, das wird ein langer Tag". Möglicherweise gab er auch deswegen das Gelbe Trikot bereitwillig an den Norweger Torstein Träen (Uno-X Mobility) ab.
Neben van Baarle äußerten sich auch andere Fahrer kritisch. Routinier Matteo Trentin (Tudor) verwies auf die Gesundheit der Fahrer: "Es ist wirklich an der Zeit, dass wir uns alle zusammensetzen und besprechen, wie wir in Zukunft damit umgehen", sagte er gegenüber "Wielerflits". "Das ist ungesund. Ich weiß nicht, ob es gefährlich ist, aber gesund ist es auf jeden Fall nicht."
Nach einer Flachetappe am Fuß der Pyrenäen geht es am Donnerstag in die Pyrenäen, unter anderem über den legendären Col du Tourmalet. Heiß wird es auch bei dieser Kletterpartie wieder.
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Highlights, 4. Etappe: Pedersen mit unwiderstehlichem Sprint
Quelle: Eurosport
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