Tour de France: Mathieu van der Poel gewinnt 9. Etappe - Probleme im Team von Florian Lipowitz und Remco Evenepoel

Mathieu van der Poel hat die 9. Etappe der Tour de France 2026 gewonnen und in einem packenden Finale Mads Pedersen und Tadej Pogacar in Schach gehalten. Der Niederländer sprintete aus einer vierköpfigen Ausreißergruppe zum Sieg in Ussel nach 155 Kilometern durch das Zentralmassiv, wenige Sekunden vor der heranjagenden Gruppe der Favoriten mit dem Grünen und Gelben Trikot der Frankreich-Rundfahrt.

Highlights: Ausreißer sprinten um Sieg - Pedersen punktet weiter

Quelle: Eurosport

Pogacar verteidigte das "maillot jaune" als Führender der Gesamtwertung souverän, Pedersen (Lidl/Dänemark) baute seine Führung in der Punktewertung durch Rang sechs aus.
Hinter van der Poel wurde der Norweger Tobias Halland Johannessen (Uno X) Zweiter vor dem britischen Mountainbike-Olympiasieger Tom Pidcock (Pinarello) und Alex Baudin (EF) aus Frankreich, dann führte Filippo Ganna (Netcompany/Italien) die Verfolger mit sechs Sekunden Rückstand über die Ziellinie der ansteigenden Schlussgeraden.
Weltmeister Pogacar wurde Elfter direkt vor Remco Evenepoel, Florian Lipowitz wurde zeitgleich 20. als einziger Deutscher in den Top 50 des Tages.
Für van der Poel war es der dritte Tour-Etappensieg seiner Karriere und gleichzeitig die Erlösung seiner Alpecin-Mannschaft, für die zuletzt Topsprinter Japser Philipsen nicht wie erhofft jubeln konnte.
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Van der Poel gewinnt Sprint der Ausreißer bei Hitzeschlacht im Zentralmassiv

Quelle: Eurosport

Pidcock gegen van der Poel im Pech

"Das war ein superharter Tag. Der Start der Tour verlief für unser Team nicht großartig, wir sind aber wie immer ruhig geblieben. Wir sind mit einer tollen Truppe hier und haben immer daran geglaubt, dass wir das Blatt wenden können, egal ob in der zweiten oder in der dritten Woche. Aber es ist schön, jetzt mit diesem Sieg in den Ruhetag gehen zu können", sagte van der Poel im Siegerinterview.
Hingegen konnte Pidcock nicht wie erhofft erfolgreich mit um den Sieg sprinten, ihm ließ sein Material im Stich: "Im Anstieg hat meine Schaltung nicht mehr funktioniert. Auch im Sprint ging es dann wieder nicht. Ich weiß nicht, was da los ist. Mein Rad hat die gesamte Rundfahrt perfekt funktioniert. Und heute, als es um den Sieg ging, habe ich dann solche Probleme", zeigte er sich im Ziel frustriert.

Lipowitz und Evenepoel ohne Helfer in der Hitze

Vor dem ersten Ruhetag gingen die Stars der Tour auf dem welligen Kurs in Zentralfrankreich noch einmal an ihre Grenzen. Die knapp 3000 Höhenmeter erwiesen sich bei Höchsttempo als echte Prüfung.
Auf der wegen großer Hitze um 30 Kilometer verkürzten Etappe entbrannte schnell ein fast pausenloser Kampf um die Ausreißergruppe des Tages. Nach dem früh ausgetragenen Zwischensprint - den Pedersen gewann - dauerte es über eine Stunde, bis sich van der Poel in einer Gruppe von 15 Fahrern absetzen konnte.
Deutsche Fahrer waren dort nicht vertreten, dafür aber Halland Johannessen, im Vorjahr Gesamt-Sechster der Tour. Pogacars UAE-Rennstall machte sich auf die Verfolgung und dabei fanden sich auf dem welligen Terrain im Zentralmassiv Florian Lipowitz und Remco Evenepoel (beide Red Bull) plötzlich ohne Teamkollegen als Helfer und Wasserträger wieder.
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Lipowitz und Evenepoel ohne Helfer: Voigt über Probleme bei Red Bull

Quelle: Eurosport

"Wir haben uns vorne gut verstanden. Wir hatten genug Eis und Flaschen. Deshalb war es kein Problem", sagte Lipowitz, der den belgischen Doppel-Olympiasieger versorgte.
In dieser Gruppe der Favoriten fanden sich letztlich 42 Fahrer zusammen und im Finale übernahmen dort Lidl und Netcompany mit die Verfolgungsarbeit - doch die Lücke zu den vier verbliebenen Ausreißern konnten sie nicht mehr schließen.
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Alle Helfer abgehängt: Lipowitz holt Flaschen für Evenepoel

Quelle: Eurosport

Am Montag steht der erste Ruhetag der Tour an, am Dienstag geht es auf der 10. Etappe mit einer schweren Bergetappe im Zentralmassiv gleich sehr spannend weiter.
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Pedersen zündet Turbo und sammelt weiter Punkte fürs Grüne Trikot

Quelle: Eurosport


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