Tour de France 2026: Tadej Pogacar dominiert und erntet Skepsis - Ex-Doping-Kronzeuge David Millar glaubt an Slowenen

Gerade im Radsport sorgen außergewöhnliche Leistungen immer wieder für Skepsis bei den Beobachtern - ein Dominator wie Tadej Pogacar bildet auch bei dieser Tour de France keine Ausnahme. Derart überlegen fährt er seine Siege ein. Der ehemalige Dopingsünder und Kronzeuge David Millar sprach mit "L'Equipe" über den Ausnahmeathleten und möchte an die Sauberkeit Pogacars glauben.

"Komplett in die Hose geschissen": Pogacar über Schreckmoment

Quelle: Eurosport

"Das würde mich zutiefst enttäuschen, ebenso wie bei allen aktuellen Spitzenfahrern", sagte der Brite auf die Frage, was wäre, wenn sich die Leistungen als Betrug herausstellen sollten. "Ich möchte daran glauben, dass die größten Rennen der Welt heute von sauberen Fahrern gewonnen werden."
Millar selbst wurde im Jahr 2004 des Dopings überführt und gestand vollumfänglich den Gebrauch von EPO. Er wurde zwei Jahre gesperrt und kehrte zurück. 2014 beendete er seine Karriere.
Der Radsport zu seiner Zeit habe aber mit dem Radsport von heute nichts mehr zu tun: "Das Training hat enorme Fortschritte gemacht, ebenso wie die Datenanalyse, die Ernährung, die mentale und psychologische Betreuung. Die Teams sind besser strukturiert, das Betreuerteam arbeitet effizienter, die Ausrüstung hat einen Sprung nach vorne gemacht, ebenso wie die Fahrräder. Im Vergleich dazu haben wir damals Amateursport betrieben."
Von Pogacar ist der 49-Jährige ein erklärter Fan: "Ich schaue mir die Rennen an, weil Pogacar am Start ist", sagte er. "Stellt euch eine Tour de France ohne Pogacar vor. Stellt euch ein Paris- Roubaix ohne ihn vor. Er ist die eigentliche Attraktion. Und wenn er aufhört, wird er eine riesige Lücke im Profi-Radsport hinterlassen. Seine Art zu fahren hat diesen Sport verändert. Dank seiner spielerischen Ader hat Pogacar die Regeln auf den Kopf gestellt."

Millar: "Kann es kaum erwarten, ihn fahren zu sehen"

Der Slowene begeistert die Fans durch seine Fahrweise und dass er sich nicht scheut, als Anwärter auf den Tour-Sieg auch bei den Frühjahrsklassikern dabei zu sein - und diese zu gewinnen.
Ob seine Dominanz nicht auch langweilig werde? Millar legt sich fest: "Im Gegenteil. Ich kann es kaum erwarten, ihn fahren zu sehen, um herauszufinden, was er noch alles leisten wird."
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Quelle: Eurosport


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