Tour de France: Tadej Pogacar dominiert bei Bergankunft in Pyrenäen und holt Gelbes Trikot

Tadej Pogacar hat die erste große Bergetappe der Tour de France 2026 zu einer Machtdemonstration genutzt und das Gelbe Trikot zurückgeholt. Die Kletterpartie über drei lange Anstiege machte die Kräfteverhältnisse bei der ersten Bergankunft des Rennens klar: Pogacar fuhr einmal mehr in seiner eigenen Liga, am gefürchteten Col du Tourmalet attackierte der Weltmeister und ließ die Konkurrenz stehen.

Highlights: Bergankunft klärt Kräfteverhältnisse - Drama um Gelb

Quelle: Eurosport

Rund fünf Kilometer vor der Passhöhe in den Pyrenäen kam der Angriff des Slowenen und von dort an baute er als Solist den Vorsprung bis ins Ziel des Schlussanstieges auf über 40 Kilometern aus. Am Ende feierte der 27-Jährige bei der ersten Ankunft der Tour in Gavarnie-Gèdre seinen bereits 23. Etappensieg der Karriere im Rahmen der Frankreich-Rundfahrt.
Platz zwei sicherte sich Jonas Vingegaard, der Däne konnte am Tourmalet den Abstand noch auf 30 Sekunden begrenzen, im Ziel war die Differenz zu Pogacar dann aber auf 2:38 Minuten angewachsen. Als Dritter machte Isaac del Toro den UAE-Triumph aus einer kleinen Verfolgergruppe heraus perfekt, der Mexikaner entriss damit der Konkurrenz noch die letzte Zeitgutschrift im Ziel. Remco Evenepoel wurde zeitgleich Vierter, direkt hinter ihm rollten u.a. auch Paul Seixas, Florian Lipowitz und Juan Ayuso über den Zielstrich. Sie alle lagen weitere 19 Sekunden zurück.
In der Gesamtwertung liegt Pogacar nun 2:42 Minuten vor Vingegaard und 3:27 vor del Toro. Knapp dahinter folgt Evenepoel (+3:30), Lipowitz ist Sechster (+4:00). Neun Fahrer sind noch innerhalb von fünf Minuten, dahinter klafft schon eine große Lücke.
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UAE-Attacke am Tourmalet! Pogacar und Del Toro lassen alle stehen

Quelle: Eurosport

Vingegaard: "Kampf ist noch nicht vorbei"

"Wir müssen jetzt um Platz drei fahren, der Kampf wird super hart", gestand Lipowitz in seiner ersten Reaktion und erkannte die Stärke von Pogacar und auch Vingegaard an. "Ich kann ganz happy sein, am Tourmalet haben die Beine nicht ganz gereicht. Wir haben es nicht geschafft, Jonas zurückzuholen, aber die Teamperformance war heute top."
"Das war einer meiner fünf besten Siege bei der Tour", ordnete Pogacar seinen Erfolg ein, "hätte aber nicht damit gerechnet, wieder das Gelbe Trikot zu übernehmen". "Das war ein absolut perfekter Tag", fügte er später gegenüber Eurosport, lobte aber auch Vingegaard: "Jonas war sehr clever, er ist sein Tempo gefahren und der Anstieg war nur etwas zu lang für ihn, sonst wäre er oben sehr nahe an mir dran gewesen - es war eine ganze Zeit richtig knapp zu ihm."
Vingegaard war im Ziel zuerst etwas desillusioniert: "Das war nicht mein bester Tag. Bis zur Bergwertung am Tourmalet konnte ich den Rückstand begrenzen - aber die Abfahrt dann lag mir nicht wirklich. Ich bin enttäuscht, aber es nicht zu ändern." Doch dann gab sich der zweifache Toursieger offensiv: "Ich hoffe, dass meine Beine besser werden - der Kampf ist noch nicht vorbei."

Tour: Gelbes Trikot stürzt am Tourmalet

Der bisherige Träger des Gelben Trikots, Torstein Traeen, verlor am Tourmalet früh den Anschluss und viele Minuten. In der Abfahrt warf auch noch ein Sturz den Norweger zurück, nach bangen Minuten konnte er aber das Rennen fortsetzen.
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Spektakulärer Sturz in der Abfahrt: Schwarzer Tag für Träen in Gelb

Quelle: Eurosport

Auch wenn Pogacar nun das Bergtrikot übernommen hat, zeigten auf der 6. Etappe zwei französische Kletterer, dass sie großes Interesse am "maillot à pois" dieser 113. Tour de France haben: Am ersten der drei schweren Berge des Tages, dem Col d'Aspin, lieferten sich Lenny Martinez und Valentin Paret-Peintre einen Sprint um den Bergpreis - dieses Duo wird man bei den nächsten Kletterprüfungen im Zentralmassiv im Auge behalten müssen.

Tour: Pedersen punktet - Uijtdebroeks gibt auf

Ein heimlicher Sieger der ersten großen Bergetappe war mit Mads Pedersen ein Sprinter: Der Däne startete in der flachen Anfangsphase eine Attacke, die er bis zum Zwischensprint durchzog und sich damit weitere Punkte im Kampf ums Grüne Trikot holte. Damit baute der Ex-Weltmeister seine klare Führung weiter aus
Aufgeben musste die Tour auf dieser 6. Etappe Cian Uijtdebroeks (Movistar): Seit einigen Tagen kämpfte er sich erkrankt durchs Rennen - nun kam das Aus für den in Barcelona als Top-Ten-Kandidat gestarteten Belgier.
Am Freitag geht es mit einer Flachetappe für die Sprinter weiter, in Bordeaux können sich dann Max Kanter, Phil Bauhaus und Pascal Ackermann mit der Konkurrenz messen.

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