Ex-Radprofi Greg Van Avermaet wird Triathlon-Weltmeister - 40-Jähriger siegt beim Ironman 70.3 in seiner Altersklasse

Vom Olympiasieger im Radsport zum Weltmeister im Triathlon: Greg Van Avermaet hat den nächsten großen Titel seiner Sportkarriere eingefahren. Bei der Ironman-70.3-WM im spanischen Marbella kam der Belgier am Sonntag nach 4:16:56 Stunden ins Ziel - und triumphierte in der Altersklasse 40-44. Auf dem Weg zu seinem besonderen WM-Coup hatte sich Van Avermaet mit einem alten Weggefährten vorbereitet.

Ex-Radprofi Greg Van Avermaert krönte sich im Ironman 70.3 zum Weltmeister seiner Altersklasse.

Fotocredit: Getty Images

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Van Avermaet beim Wettkampf im belgischen Knokke für die Weltmeisterschaft 2025 in Marbella qualifiziert. Schon im Vorfeld rechnete sich der 40-Jährige realistische Chancen für einen Podestplatz in seiner Altersklasse aus.
Nachdem er im Juni beim Ironman 70.3 in Nizza als Gesamtzweiter und Bester seiner Altersgruppe erneut überzeugt hatte, bereitete sich der ehemalige Radprofi an der spanischen Costa Blanca auf die Triathlon-WM in Marbella vor - und traf sich dort auch mit Mathieu van der Poel, der aktuell für seine Cross-Saison trainiert.
Wenige Tage vor der WM hatte Van Avermaet eine gemeinsame Aktivität auf Strava gepostet. Darin hieß es scherzhaft: "Vormittags-Schwimmen, um Mathieu van der Poel zum Triathlon zu bringen."
Und der WM-Feinschliff mit dem Star des Teams Alpecin-Deceuninck scheint Früchte getragen zu haben. Am Sonntag distanzierte Van Avermaet seinen schärfsten Konkurrenten in der Altersgruppe 40-44, den Deutschen Wolfgang Teuchner (4:20:36 Stunden), um fast fünf Minuten. Zum Profi-Weltmeister Jelle Geens aus Belgien fehlte ihm aber über eine halbe Stunde.
Beim Ironman 70.3 müssen die Athleten insgesamt 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen zurücklegen - und somit die Hälfte der Strecke der Ironman-WM auf Hawaii. Der Name leitet sich aus der Summe der Einzeldistanzen von 70,3 Meilen ab, die etwa 113,1 km entspricht.
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Ex-Radprofi Greg Van Avermaert krönte sich im Ironman 70.3 zum Weltmeister seiner Altersklasse.

Fotocredit: Getty Images

Wie einst Jalabert und Vinokurov

Gold im olympischen Straßenrennen 2016, Sieg bei Paris-Roubaix 2017, zwei Etappen bei der Tour de France: Als Radprofi konnte Van Avermaet große Erfolge feiern. Dass er nach dem Ende seiner Radkarriere vor zwei Jahren immer noch vorne mitmischen kann, zeigte Van Avermaet am Sonntag im Triathlon eindrucksvoll - nicht nur auf dem Rennrad, sondern auch im Schwimmen und Laufen.
Damit trat Van Avermaet in die Fußstapfen von Laurent Jalabert und Alexander Vinokurov. Die beiden Ex-Radprofis hatten nach ihren erfolgreichen Karrieren ebenfalls an Weltmeisterschaften im Ironman 70.3 teilgenommen und jeweils ihre Altersklassen gewonnen. Später starteten Jalabert und Vinokurov sogar bei der Langdistanz-WM auf Hawaii.

Im Triathlon erfolgreicher als beim Gravel

Van Avermaets Ass im Ärmel ist beim Triathlon natürlich das Rennrad, wie der Belgier kurz vor der WM im Interview mit der Tageszeitung "Het Nieuwsblad" betonte. "Auf dem Fahrrad kann ich schließlich voll loslegen. Auch wenn ich es nicht gewohnt bin, 90 Kilometer auf einem Zeitfahrrad zu fahren", sagte der frühere Klassikerspezialist.
Neben dem Triathlon ist Van Avermaet auch bei Gravel-Rennen unterwegs. Dort ist der Belgier aber (noch) nicht derart erfolgreich. Bei der Gravel-WM im niederländischen Limburg wurde Van Avermaet vor knapp einem Monat nur 19. und konnte nicht in die Medaillenentscheidung eingreifen. In der Gravel-Weltrangliste liegt der 40-Jährige aktuell nur auf Position 41.
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Quelle: Eurosport


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