Eddy-Merckx-Konkurrent Roger De Vlaeminck zieht über aktuelle Generation um Tadej Pogacar und Remco Evenepoel her

Tadej Pogacar feiert seit Jahren Erfolge am Fließband. Seine Siegesserien und seine Dominanz sorgen für Vergleiche mit dem "Kannibalen", Eddy Merkcx, der als der größte Radprofi der Geschichte gilt. Roger De Vlaeminck, Landsmann und Konkurrent von Merckx, der selbst elf Monumente des Radsports gewinnen konnte, hat eine klare Meinung zur "GOAT"-Debatte: Pogacar sei meilenweit von Merckx entfernt.

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Quelle: Eurosport

"Pogacar reicht nicht mal an Merckx' Zehen heran", sagte De Vlaeminck in einem Interview mit "Het Laatste Nieuws". "Journalisten, die diesen Vergleich ziehen, haben keine Ahnung vom Radsport. Wenn ich noch einmal 22 Jahre alt wäre, dann würde Pogacar mich nicht abhängen. Wann ist er zuletzt von Remco Evenepoel davongefahren? Bei der Lombardei-Rundfahrt - nicht mal an einem harten Anstieg. Besser als Merckx ... komm schon!"
Der 78-Jährige ließ schon in der Vergangenheit kein gutes Haar an der aktuellen Generation der Radsport-Superstars. Der Belgier schätzt seine eigene Blütezeit in den 1970er-Jahren in Sachen Talent deutlich höher ein als die derzeitige.
De Vlaeminck konnte zu seiner aktiven Zeit alle fünf Monumente gewinnen, darunter viermal Paris - Roubaix, dreimal Mailand - Sanremo, zweimal die Lombardei-Rundfahrt und jeweils einmal Lüttich - Bastogne - Lüttich und die Flandern-Rundfahrt. Pogacar steht aktuell bei zehn Monument-Siegen.
Auch Mathieu van der Poel und Remco Evenepoel bekamen die Kritik des Belgiers zu spüren: "Van der Poel ist ein großartiger Fahrer, aber er kann nicht klettern, er kann nicht sprinten, da bleibt nicht viel übrig", sagte er in dem Interview über den Straßen- und Crossweltmeister und achtfachen Monument-Sieger.
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Roger De Vlaeminck (links) mit Konkurrent und Freund Eddy Merckx

Fotocredit: Getty Images

De Vlaeminck über Evenepoel: "Nicht mein Typ"

Evenepoel wiederum sei "nicht mein Typ": "Er ist ein guter Fahrer, ein hervorragender Zeitfahrer. Aber ich finde ihn manchmal etwas arrogant. Das Rad nach dem Ziel hochzuheben - ist das wirklich nötig? Einfach über die Linie fahren und gewinnen."
De Vlaeminck verteidigt mit seinen Aussagen vor allem die herausragende Stellung von Merckx, der mehr als nur ein Konkurrent für ihn war und dem er "überragenden Respekt" entgegenbringt. Sogar seinen Sohn benannte er nach dem "Kannibalen" Eddy - und auch bei Dopingkontrollen halfen sich die Belgier gerne aus, wie der 78-Jährige schon vor einigen Monaten erzählte.
Weil Merckx bei einer Kontrolle nicht pinkeln konnte, bekam er in einem unbeobachteten Moment einen Teil der Probe De Vlaemincks. Auch dieses Beispiel zeigt, dass die Ära Pogacar und die Ära Merckx nur schwer miteinander zu vergleichen sind.
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Quelle: Eurosport


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