Jonas Vingegaard offenbart Magenprobleme und "Dumoulintje": "Nicht der stolzeste Moment meiner Karriere"

Jonas Vingegaard hat vor der 16. Etappe der Vuelta a España offenbart, dass seine Magenprobleme in der ersten Woche schlimmer waren, als er zunächst zugegeben hatte. Der Tour-de-France-Sieger habe sogar einen sogenannten "Dumoulintje" einlegen müssen - einen Notstopp inklusive Erleichterung im Gebüsch: "Es war nicht der stolzeste Moment meiner Karriere. Es ist auch nur ein Mal passiert."

Jonas Vingegaard bei der Vuelta.

Fotocredit: Eurosport

Der Fahrer vom Team Jumbo-Visma führte mit einem verschmitzten Lächeln aus: "Es ist zwar während der Übertragung passiert, aber zum Glück haben sie es nicht mitbekommen. Es hat keinen Spaß gemacht, aber solche Sachen passieren. Ich war sehr kraftlos."
Der sogenannte "Dumoulintje" ist nach dem ehemaligen Jumbo-Fahrer Tom Dumoulin benannt. Der Niederländer musste beim Giro d'Italia 2017 notgedrungen während der Etappe anhalten und erleichterte sich vor laufenden Kameras (Video unten) - trotzdem sicherte er sich damals den Gesamtsieg.
Vingegaard berichtete, mittlerweile keine Magenprobleme mehr zu haben. Trotz des Handicaps stehen die Chancen des Dänen auf den Gesamtsieg (zur Gesamtwertung) noch relativ gut - wie einst bei "Vorbild" Dumoulin.
Vingegaards Glück: Sein Missgeschick habe sich bei einer Etappe ereignet, die verhältnismäßig leicht war. So habe der 26-Jährige auch unter erschwerten Umständen mitrollen können, ohne allzu viel Zeit zu verlieren.
"Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätte ich die Gesamtwertung da verloren", erklärte der Däne.
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