Vuelta 2024: Wout van Aert muss die Spanien-Rundfahrt nach einem schweren Sturz während der 16. Etappe aufgeben
VonJan Zesewitz
Update 03/09/2024 um 22:29 GMT+2 Uhr
Die Seuchensaison des Wout van Aert geht weiter. Der Belgier stürzte während der 16. Etappe der Vuelta 2024 in der Abfahrt des Collada Llomeda schwer und musste die Rundfahrt aufgeben. Neben dem Visma-Profi kamen auch Felix Engelhardt und Isaac del Toro an einer Felswand zu Fall, sie konnten das Rennen aber fortsetzen. Es ist der zweite schwere Sturz in diesem Jahr für van Aert.
Fieser Crash in der Abfahrt: Van Aert kracht in Felswand
Quelle: Eurosport
Vismas Sportlicher Leiter Grischa Niermann sagte: "Wout wurde mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Dort wird er untersucht werden. Natürlich sind wir sehr traurig, dass er die Vuelta auf diese Weise verlassen hat. Das Glück war in dieser Saison nicht auf unserer Seite. Wir alle fühlen mit ihm."
"Es sah nicht gut aus", hatte Niermann zuvor schon zu "Het Laatste Nieuws" gesagt: "Die Tatsache, dass er ins Krankenhaus musste, verheißt nichts Gutes. Das ist einfach sehr traurig, schwierig für uns."
Schon bei Dwars door Vlaanderen im Frühjahr zog sich der Van Aert so schwere Verletzungen zu, dass er die Frühjahrsklassiker und den Giro d'Italia verpasste.
In der regennassen Abfahrt des Vuelta-Anstiegs der ersten Kategorie rutschte rund 40 Kilometer vor dem Ziel erst der Jayco-AlUla-Profi Engelhardt weg, van Aert konnte nicht mehr ausweichen, manövrierte nach außen und prallte mit der rechten Seite an den Fels. Zunächst stieg er wieder auf, brach das Rennen aber wenige Kilometer später unter Schmerzen ab.
Van Aert: Double war greifbar nahe
Die Vuelta lief für den 29-Jährigen bis zu diesem Zeitpunkt sehr gut. Der Belgier gewann drei Etappen und führte das Rennen sowohl in der Punkte- als auch in der Bergwertung an.
Der Sieg in beiden Wertungen wäre ihm de facto nicht mehr zu nehmen gewesen, nachdem er auf der 16. Etappe die beiden Bergwertungen der ersten Kategorie gewonnen und seine Führung klar ausgebaut hatte.
Das seltene Double in beiden Sonderwertungen hatten bei der Vuelta zuletzte der Spanier José María Jiménez (2001) und der Franzose Laurent Jalabert (1995) verbuchen können.
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