Israel-Premier Tech wird von Fahrradsponsor Factor unter Druck gesetzt - Zusammenarbeit wegen Proteste auf der Kippe
Update 23/09/2025 um 13:01 GMT+2 Uhr
Die massiven Proteste pro-palästinensischer Demonstranten im Rahmen der Vuelta a España 2025 haben hohe Wellen geschlagen. Mit Factor Bikes hat nun ein Fahrradsponsor großen Druck auf Israel-Premier Tech ausgeübt. "Ich habe es dem Team bereits gesagt: Ohne Namensänderung, ohne Flaggenwechsel werden wir nicht weitermachen", erklärte Firmengründer Rob Gitelis im Interview mit "Cyclingnews".
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Quelle: Eurosport
Israel-Premier Tech wird nicht direkt vom Staat Israel finanziert, dafür aber von Sylvan Adams, einem Vertrauten des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Darüber hinaus startet die Equipe unter der Flagge des Landes.
Letzteres steht laut Informationen von "Cyclingnews" mit Blick auf die kommende Saison nun zur Debatte, auch das Wort "Israel" könnte aus dem Teamnamen gestrichen werden.
Eine diesbezügliche Entscheidung muss bis Mitte Oktober getroffen werden, die Regularien des Radsport-Weltverbandes UCI sehen den 15.10. als Frist der Registrierung vor.
"Es geht nicht mehr um richtig oder falsch", erklärte Gitelis seine Gründe weiter. "Es ist zu kontrovers um unsere Marke geworden, und meine Verantwortung gilt meinen Mitarbeitern und meinen Aktionären, ihnen maximalen Spielraum zu geben, um dieses Unternehmen zu vergrößern und profitabel zu machen. Wir können einfach keine zusätzlichen Konflikte oder Komplikationen mehr akzeptieren."
Mündliche Vereinbarung auf der Kippe
Während der Tour de France wurde in einer Pressemitteilung noch eine unbefristete Partnerschaft angekündigt, dabei soll es sich aber nur um eine mündliche Vereinbarung gehandelt haben.
"Wir haben keinen unterzeichneten Vertrag für 2026 und darüber hinaus", so Gitelis. "Wir hatten zwar eine mündliche Vereinbarung, weiterzumachen, aber seitdem haben sich die Dinge so zugespitzt, dass wir diese mündliche Vereinbarung nicht mehr einhalten können."
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Quelle: Eurosport
Seine persönlichen Werte hätten nichts mit dem Druck auf Israel-Premier Tech zu tun. "Es geht nicht mehr darum, ob ich persönlich dies oder jenes unterstütze. Es gibt einfach ein gewisses Maß an Kontroversen, das wir rund um die Marke nicht zulassen können", beteuerte er.
Wie "Cyclingnews" in seinem Bericht ausführte, gibt es Spekulationen darüber, dass das Team sogar in Factor-Premier Tech oder Premier Tech-Factor umbenannt werden könnte.
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