Vuelta a España: Jonas Vingegaard muss im Duell mit Joao Almeida auf der Hut sein - Stimmungsdämpfer am Angliru
Die Königsetappe der Vuelta a España 2025 wurde zum ultimativen Kräftemessen der Favoriten. João Almeida ließ am Angliru im Finale Jonas Vingegaard hinter sich und schöpfte mit einer starken Performance neue Hoffnung im Kampf um das Rote Trikot. Der unterlegene Däne musste dagegen einen kleinen Dämpfer hinnehmen - und wurde daran erinnert, dass der Weg zum Gesamtsieg noch lang und tückisch ist.
Highlights: Heißes Duell am legendären Angliru
Quelle: Eurosport
Die Experten der Branche waren sich alle einig.
Eigentlich konnte es auf der 13. Etappe der Vuelta a España hinauf zum berühmt-berüchtigten Angliru nur einen Sieger geben: Jonas Vingegaard.
Immerhin hatte der Mann im Roten Trikot im bisherigen Verlauf der Spanien-Rundfahrt kaum Schwächen gezeigt. Doch wie so oft im Radsport kam am Freitag vieles ganz anders als erwartet.
Nicht Vingegaard, sondern João Almeida drückte der Königsetappe seinen Stempel auf, fuhr dem Zweiten der Tour de France im finalen Duell davon und sicherte sich seinen ersten Tagessieg.
"Ich war erstaunt, dass Vingegaard das Tempo nicht halten konnte. Ich glaube, er war am Limit. Jonas lässt sich zwar selten in die Karten schauen, doch sein Atem verriet, wie hart es für ihn war", erklärte "TNT Sports"-Experte Matt Stephens.
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Portugiesischer Sieg am Angliru: Almeida schlägt Vingegaard
Quelle: Eurosport
Vingegaard-Attacke im Finale bleibt aus
Bei einem 12,4 km langen, durchschnittlich 9,8 und in der Spitze bis zu 23 Prozent steilen Anstieg ist dies nicht gerade verwunderlich.
Dennoch überraschte es ein Stück weit, dass der Däne, nachdem er zuvor gemeinsam mit Almeida die Konkurrenz zermürbt hatte, auf den letzten Metern keinen Angriff mehr auf seinen von vorne agierenden Kontrahenten wagte.
Handelte es sich dabei tatsächlich um ein Zeichen von Kräfteverschleiß oder doch um eine selbstlose Geste?
"Er hat nie attackiert und nie versucht, die Spitze zu übernehmen. Geschenke sind selten und diese Etappe verschenkt er auch nicht. Wenn er gekonnt hätte, hätte er attackiert oder wäre auch im Sprint vorher vorbeigefahren", mutmaßte Rolf Aldag am Eurosport-Mikrofon.
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Vingegaard hadert: "Bin etwas enttäuscht"
Vingegaards Aussagen nach Etappenende stützen diese These.
"Ich hätte liebend gern gewonnen. Wir haben alles dafür getan, aber João hat den Sieg heute verdient. Er war superstark! Ich habe getan, was ich konnte, aber natürlich bin ich etwas enttäuscht, dass ich nicht gewinnen konnte", räumte der 28-Jährige ein.
Umso stärker ist die Performance von Almeida auf dieser schweren Etappe einzuschätzen.
"Das war die beste Leistung, die Almeida je gezeigt hat. Es sagt viel über das Tempo aus, das er vorgelegt hat, wenn Vingegaard nicht einmal versucht, ihn in diesem Anstieg zu überholen. Chapeau, Almeida", schwärmte Ex-Profi Stephens.
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Vingegaard geknickt nach Angliru-Showdown: "Bin etwas enttäuscht"
Quelle: Eurosport
Almeida kämpferisch: "Geben niemals auf"
"Das ist etwas ganz Besonderes. Ich kann es immer noch nicht glauben", zeigte sich der Tagessieger selbst überglücklich nach dem Rennen.
"Ich habe jeden Moment auf seinen Angriff gewartet und dachte, er würde mich auf der Ziellinie überholen, aber ich kannte das Finale von vor zwei Jahren und habe die letzte Kurve als Erster genommen, sodass es schwer ist, dort zu überholen", analysierte Almeida.
Auf die Frage, ob er nun neue Hoffnung im Kampf um die Gesamtwertung habe, fügte der UAE-Kapitän hinzu: "Ja, natürlich. Ich habe noch viel Zeit, um auf Jonas aufzuholen. Er sieht phänomenal aus, daher denke ich, dass es eine schwierige Aufgabe wird, aber wir geben niemals auf."
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Almeida begeistert nach Sieg: "Kann es gar nicht glauben"
Quelle: Eurosport
Luchst Almeida Vingegaard sogar Rot ab?
Auf dem Papier mögen es nur vier Bonussekunden gewesen sein, die Vingegaard im Gesamtklassement auf seinen ärgsten Rivalen eingebüßt hat. Es zeigt aber auch, dass ein Triumph für den großen Favoriten bei der Vuelta alles andere als ein Selbstläufer wird.
"Wir sehen Almeida jetzt mit etwas anderen Augen und auch Visma-Lease a Bike wird das tun", versicherte "TNT Sports"-Experte Stephens.
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"Es ist noch ein langer Weg bei dieser Rundfahrt, wir haben noch weitere Bergankünfte sowie das flache Zeitfahren, und ich denke, dass Almeida dort möglicherweise noch mehr Zeit auf Jonas gutmachen könnte", prognostizierte der Brite weiter.
Am Samstag (ab ca. 15:00 Uhr im Liveticker) steht erst einmal eine weitere schwere Bergankunft an den Lagos de Somiedo an. Vingegaard sollte nach dem kleinen Stimmungsdämpfer auf der Königsetappe gewarnt sein.
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Vuelta-Strecke 14. Etappe: Weiteres Kletterspektakel in Asturien
Quelle: Eurosport
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