Vuelta a España: Team UAE jagt nach nächstem Etappensieg historische Bestmarke - auch Vingegaard darf sich freuen
UAE Team Emirates-XRG hat auf der 14. Etappe das nächste Ausrufezeichen gesetzt und mit dem Tageserfolg von Marc Soler den siebten Erfolg bei der diesjährigen Vuelta a España gefeiert. Die Equipe tritt langsam aber sicher in historische Sphären ein. Sogar der Allzeit-Rekord für Siege innerhalb einer Saison ist greifbar. Auch Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) kann mit der Etappe zufrieden sein.
Highlights: Soler bringt Solo ins Ziel - Vingegaard behält Rot
Quelle: Eurosport
"Beeindruckend, unglaublich!" Marc Soler und João Almeida konnten den nächsten Etappensieg für ihr Team UAE-Emirates-XRG im Zielbereich kaum glauben.
Solers Solo-Fahrt hinauf zum zum Alto de la Farrapona am Samstag war bereits der vierte Tageserfolg in Folge für die erfolgsverwöhnte Equipe bei der Vuelta a España. Insgesamt stand das Team sogar schon siebenmal oben – und das bei gerade einmal 14 Etappen. Die Siegquote bei der Spanien-Rundfahrt liegt damit bei absurden 50 Prozent. Zieht man die 11. Etappe in Bilbao ab, bei der aufgrund von Protesten im Zielbereich kein Sieger gekürt wurde, sogar bei fast 54 Prozent!
Sieben Etappensiege bei der Spanien-Rundfahrt waren zuletzt dem Team O.N.C.E.-Look-Mavic im Jahr 1994 geglückt. UAE hat noch sieben weitere Möglichkeiten, um auch diese Marke zu knacken.
Noch nicht beeindruckend genug? Neben Soler und Almeida waren auch Jay Vine und Juan Ayuso (jeweils zwei Mal) erfolgreich. Dazu kommt der Sieg im Mannschaftszeitfahren auf der 5. Etappe. Dominanz auf (fast) allen Ebenen - und das alles nicht mal eine Woche nach dem medial viel beachteten Trennungszoff mit Ayuso.
UAE jagt Team-Siegrekord von HTC-Colombia
Dabei war der Ausreißertriumph von Soler auf der Bergetappe in Asturien gar nicht geplant. "Ich bin sehr glücklich, ehrlich gesagt habe ich das nicht erwartet. Ich hatte nicht vor, mich abzusetzen, ich wollte vor allem für João arbeiten, aber die Umstände des Rennens haben mir in die Hände gespielt", sagte der 31-Jährige im spanischen Fernsehen.
Statt im Etappenfinale Tempo rauszunehmen, um seinen Kapitän Almeida im Duell mit dem Gesamtführenden Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) zu unterstützen, bekam Soler freie Fahrt. Ein Risiko, was nach hinten hätte losgehen können. Doch Almeida verlor am Ende nur zwei Bonussekunden auf den Mann im Roten Trikot, rollte zeitgleich mit Vingegaard als Dritter über die Ziellinie.
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Almeida über Vingegaard: "Froh, dass ich dranbleiben konnte"
Quelle: Eurosport
Ein Erfolg wider Willen also, der UAE den 85 Siegen des Teams HTC-Colombia aus dem Jahr 2009 immer näherbringt. Mehr konnte auf der Profi-Tour innerhalb einer Saison noch keine Mannschaft jubeln.
Aktuell steht das Team von Almeida und Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar bei 80 Siegen. Theoretisch könnte die historische Marke also noch während der Vuelta fallen.
Auch Dominator Pogacar ist im Herbst neben der WM und EM noch für zwei Eintagesrennen in Kanada und bei der Lombardei-Rundfahrt gemeldet. Die Aussichten auf den Rekord könnten also schlechter sein.
Vingegaard erringt Punktsieg im Kampf um Rot
"UAE hat einen tollen Lauf, sieben Siege sind wirklich beeindruckend", musste auch Vingegaard anerkennen: "Ich kann nur Respekt davor haben, was sie tun. Glückwunsch!"
Dabei muss sich der Däne angesichts seiner Leistung auf Etappe 14 keineswegs verstecken. Obwohl UAE die Vuelta dominiert und auch an den beiden Anstiegen am Samstag wieder extrem viel investierte, hat der Däne weiter das Rote Trikot inne, konnte im Duell mit Almeida sogar einen kleinen Punktsieg landen, indem er im Finale noch am Portugiesen vorbeisprintete und seinen Vorsprung in der Gesamtwertung wieder von 46 auf 48 Sekunden ausbaute. Noch am Freitag hatte Almeida den leicht stärkeren Eindruck am Angliru hinterlassen, nun schlug Vingegaard zurück.
"Ich bin froh, dass ich am Ende die Bonussekunden geholt habe. Sie haben am letzten Anstieg eine gute Geschwindigkeit vorgelegt", meinte der 28-Jährige bei Eurosport.
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Vingegaard nach 14. Etappe zufrieden: "Unser Plan ist aufgegangen"
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Visma spart Körner für die dritte Woche
Zudem konnten Vingegaards Visma-Teamkollegen, die sich am Samstag überraschend passiv zeigten, ein paar Körner für die dritte Woche sparen.
"Wir wollten heute nicht alles ausspielen und vor allem Dylan (van Baarle, Anm. d. Red.) und Wilco (Kelderman, Anm d. Red.) ein bisschen schonen, weil sie gestern viel arbeiten mussten. Generell ist es für uns heute sehr gut gelaufen", resümierte Vingegaard.
Zum nächsten Schlagabtausch mit Almeida dürfte es spätestens am Mittwoch kommen. Dann steht mit dem Alto de el Morredero die nächste Bergankunft auf dem Programm.
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Evenepoel nicht zu halten: Weltmeister sprintet zum Etappensieg
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