Vuelta 2026: Stars versprechen große Show bei Spanien-Rundfahrt - Pogacar, van Aert, Pedersen, Kuss jagen Siege

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Mit einem Staraufgebot am Start und anspruchsvoller Streckenführung verspricht die Vuelta a Espana ein absolutes Radsport-Highlight zu werden. Die Topfahrer machten nach der Teampräsentation in Monaco in ihren Interviews am Eurosport-Mikrofon deutlich, wie heiß sie auf die Spanien-Rundfahrt sind: Die Fans können sich auf ein dreiwöchiges Spektakel freuen, angefangen mit dem Zeitfahren am Samstag.

Pogacar erinnert sich an letzte Vuelta: "Ich war ein Kind"

Quelle: Eurosport

Besonders motiviert ist Wout van Aert, denn der Belgier hat mit der Vuelta eine große Rechnung offen: Im Jahr 2024 war er bei seiner Premiere nach drei Etappensiegen auf dem Weg zum Gewinn von Bergwertung und Punktewertung, bis ihn ein übler Sturz aus dem Rennen warf. Jetzt ist der Visma-Kapitän heiß auf eine Revanche.
"Ich kann den Start gar nicht erwarten und will schon gleich im Zeitfahren die Chance aufs Rote Trikot nutzen - ich bin wirklich motiviert", so der Roubaix-Sieger vor dem Start in seine erste große Rundfahrt des Jahres. "Das Aus vor zwei Jahren hat lange geschmerzt, aber ich komme mit denselben Ambitionen wie damals. Vielleicht war die verpasste Tour de France außerdem sogar ein Vorteil", so der 31-Jährige, der mit nur 27 Renntagen in Monaco von der Startrampe gehen wird.
Anders sieht es bei Topfavorit Tadej Pogacar aus, der schon die Tour de France in den Beinen hat. "Ich denke, Giro und Tour ist eine bessere Kombination", gestand der Slowene gegenüber Eurosport, "wir müssen abwarten", wie sich die Belastung für ihn entwickelt - zumal im Herbst mit WM, EM und dem Monument in der Lombardei noch weitere große Saisonziele anstehen.
Doch der Weltmeister wird trotzdem mit Vollgas starten: "Ich hätte nichts dagegen, schon am Samstag das Trikot zu holen", so der UAE-Superstar. Dann wäre sogar ein Start-Ziel-Sieg möglich: Ein Kunststück, das ihm bei Tour und Giro bisher noch nicht gelungen ist. Eine frühe Vorentscheidung in der Gesamtwertung scheint für Pogacar durchaus ein Ziel zu sein. Mit Blick auf die ersten Berge in den Pyrenäen verriet er seinen Plan offen: "Die 4. Etappe in Andorra ist richtig schwer und wenn man da gute Beine hat, sollte man gleich den Unterschied machen."
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Tadej Pogacar in Monaco

Fotocredit: Getty Images

Vuelta: Roglic mit Heimspiel, Gall mit Ambitionen

Nicht nur für Pogacar, sondern auch für seinen Landsmann Primoz Roglic ist das Zeitfahren am Samstag (ab 17:30 Uhr im Liveticker) ein Heimspiel. Der Wahl-Monegasse ist nach seinem Crash in der Vorbereitung allerdings froh, überhaupt dabei zu sein. "Es ist schon ein Sieg, am Start zu stehen - jetzt schauen wir von Tag zu Tag. Aber das Zeitfahren ist für mich ein Heimspiel, auf das ich mich extrem freue", so der Vuelta-Rekordsieger.
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Roglic vor Vuelta-Start: Hier zu sein "schon der erste Sieg"

Quelle: Eurosport

Ob seine Verletzungen es zulassen, dass er mit um die Plätze auf dem Podium kämpfen kann, ist eine der spannenden Fragen gerade für die Auftaktwoche. Klare Podest-Ambitionen hat hingegen Felix Gall. Mit einem Etappen- und dem Gesamtsieg bei der Burgos-Rundfahrt im Rücken geht der Österreicher zuversichtlich ins Rennen.
"Der Sieg in Burgos hat mir viel Selbstvertrauen gegeben - ich bin gut vorbereitet und gespannt, wie es diesmal bei der Vuelta wird. Bisher habe ich sie zweimal im Anschluss an die Tour bestritten, jetzt mit einer gezielten Vorbereitung. Wenn ich es wie beim Giro aufs Podium schaffe, wäre das eine grandiose Saison für mich", so der 28-Jährige. Der Décathlon-Profi macht sich sogar heimliche Hoffnungen auf ein mögliches Schwächeln von Überflieger Pogacar: "Ich vermute, er wird nach der Tour müde sein, er ist auch nur ein Mensch - aber er ist Tadej", schränkte er postwendend ein.
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Gall resümiert seinen Giro: "War mental sehr fordernd"

Quelle: Eurosport

Vuelta: Carapaz freut sich auf Pogacar-Duell

Beim letzten Formtest in Burgos konnte auch der lange verletzte Oscar Onley ein Erfolgserlebnis feiern. Jetzt geht der Brite erstmals seit seinem herausragenden vierten Tour-Gesamtrang aus dem Vorjahr wieder in eine dreiwöchige Rundfahrt: "Die letzten Wochen waren gut und, gerade mit dem Sieg hier in Spanien und jetzt will ich das bestmögliche Ergebnis im Gesamtklassement holen. Und auch wenn das wie ein Klischee klingt, gehe ich es Tag für Tag an", legte der Netcompany-Kletterer seine Taktik dar, die ihn 2025 fast aufs Podium in Paris geführt hatte.
Mitmischen um die Spitzenplätze in der Gesamtwertung will bei der Vuelta diesmal auch wieder Richard Carapaz. Bei der Tour begeisterte der Ecuadorianer als Angreifer in den Bergen, nun will er wie schon 2020 aufs Vuelta-Podium. "Ich bin noch nie gegen Tadej um die Gesamtwertung einer solchen Rundfahrt gefahren, das wird sicher aufregend. Wenn wir gewinnen, ist das großartig, ansonsten wäre ein zweiter oder dritter Platz auch nicht schlecht", gab der Olympiasieger von Tokio hohe Ziele aus.
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Triumph im Bergtrikot: Carapaz krönt starke Tour in Alpe d'Huez

Quelle: Eurosport

Vuelta: Pedersen und van Aert jagen Siege

Aber nicht nur in der Gesamtwertung sind hochklassige Duell zu erwarten, sondern auch in den anderen Sonderwertungen. Neben den Ambitionen von van Aert muss immer Mads Pedersen genannt werden, der bei der Tour unermüdlich Punkte für das Grüne Trikot jagte. Der Däne betonte gegenüber Eurosport zwar, er wolle "lieber ein paar Etappen gewinnen, als auf Grün zu fahren", aber wenn er in Reichweite des Trikots käme, würde sich das auch ändern. Aber schon die Zweikämpfe um Tagessiege zwischen den Klassiker-Stars werden "eine gute Show für alle", versprach der Ex-Weltmeister vom Lidl-Team.
Gut gelaunt und sichtlich motiviert präsentierte sich schließlich auch der neben Roglic einzige weitere Ex-Gesamtsieger vor dem Start: US-Kletterer Sepp Kuss will weniger um einen Spitzenplatz als um Tageserfolge mitfahren, "so sein Sieg bringt unglaubliche Emotionen" beschrieb er seine Motivation. "Auf dieses Rennen freue ich mich immer und das kann ich nicht verpassen", blickte der Sieger von 2023 auf seinen bereits neunten Vuelta-Start. "Ich will eine Etappe holen, habe mich im Training gut gefühlt und wir sind als Team mit vielen starken Jungs hier", meinte der Visma-Routinier und fügte lachend an: "Ich hoffe, Tadej lässt uns was übrig - vielleicht muss er sich die Kräfte etwas einteilen, weil die WM schon kurz nach der Vuelta ansteht ...!"
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Vuelta a Espana: Die Strecke der 21 Etappen von Monaco nach Granada

Quelle: Eurosport


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