Rad-WM: Brennauer verpasst Medaille beim Einzelzeifahren in Imola

Lisa Brennauer hat bei der Rad-WM in Imola die erste deutsche Medaille verpasst. Die 32-Jährige landete beim Einzelzeitfahren der Frauen über 31,7 km auf dem vierten Platz. Gold sicherte sich die Niederländerin Anna van der Breggen vor Marlen Reusser (Schweiz) und Landsfrau Ellen van Dijk. Überschattet wurde der WM-Auftakt durch einen schweren Sturz der Titelverteidigerin Chloé Dygert (USA).

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Über den Gesundheitszustand der US-Amerikanerin, die kurz zuvor deutliche Zwischenbestzeit erzielt hatte, liegen noch keine Informationen vor.
Lisa Brennauer biss und kämpfte auf den letzten Metern im legendären Autodromo Enzo e Dino Ferrari, doch am Ende schrammte sie knapp am Podest vorbei. Bei der Galavorstellung der Giro-Siegerin Anna van der Breggen (Niederlande) musste sich die Einzelzeitfahr-Weltmeisterin von 2014 mit knapp über 13 Sekunden Rückstand auf Bronze im WM-Einzelzeitfahren in Imola mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.
"Kurz war die Enttäuschung da. Ich wollte dann doch so gerne eine Medaille gewinnen. Gerade, wenn man so knapp dran ist", sagte Brennauer nach dem Rennen, zeigte sich dennoch insgesamt zufrieden: "Eigentlich war es gut. Ich freue mich, dass ich endlich mal wieder so weit reinfahren konnte international im Zeitfahren. Es war ein super starker Tag."
Brennauer war um 15.50 Uhr als viertletzte Starterin von der Rampe gerollt, vier Minuten später fing es im Zielbereich kurzzeitig leicht an zu tröpfeln. Die 32-Jährige begann auf dem fast durchgehend flachen Kurs zunächst bei Gegenwind kraftvoll und rund, lag bei der Zwischenzeit nach 14,9 km zunächst auf Rang vier - die Führung übernahm Reusser.

Starker Rückenwind als Tücke für Brennauer

"Superhart" habe sie an sich gearbeitet, "um dahin zurückzukommen, wo ich hinkommen will", hatte Brennauer vor dem Rennen gegen die Uhr gesagt und bis dato auch unter Beweis gestellt. "Durchhalten und sich quälen", die essentiellen Dinge des Zeitfahrens, versuchte sie auf dem zweiten Teil des Kurses weiter umzusetzen.
Doch der "starke Rückenwind" auf dem zweiten Teilstück der Runde, sei "heute die Tücke" gewesen, betonte Brennauer. "Man macht dann auch keine Zeit mehr gut. Deswegen habe ich auch ziemlich viel investiert auf dem Weg zur Zwischenzeit."
Der zweite Abschnitt gehörte der starken Konkurrenz, allen voran van der Breggen, die ihr Glück kaum fassen konnte und kurz nach dem Zieleinlauf kurz vor der berühmten Tamburello überwältigt auf dem Asphalt zusammensackte. "Es ist total verrückt, endlich Weltmeisterin zu sein. Ich habe einfach gerade Spaß daran, Rad zu fahren", sagte sie emotional ergriffen, nachdem es für sie in den vergangenen drei Jahren jeweils "nur" zu WM-Silber im Zeitfahren gereicht hatte.
Das ordentliche Auftaktergebnis des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) rundete Mieke Kröger (Bielefeld) ab, die kurzfristig die wegen eines Magen-Darm-Infekts abgereiste Vorjahresfünfte Lisa Klein (Saarbrücken) ersetzt hatte. Kröger wurde starke Achte mit 1:31,10 Minuten Rückstand.
(SID)
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