Straßenrad-WM in Zürich: Britin Cat Ferguson sprintet zum Doppel-Gold bei den Juniorinnen - Stärkste im Dreier-Sprint

Cat Ferguson ist Doppel-Weltmeisterin bei den Juniorinnen. Zwei Tage nach ihrem überlegenen Triumph im Einzelzeitfahren setzte sich die Britin im verregneten Straßenrennen in Zürich im Sprint eines Spitzen-Trios vor der Spanierin Paula Ostiz und der Zeitfahr-Vizeweltmeisterin Viktoria Chladonova aus der Slowakei durch. Das Trio setzte sich zu Beginn der 26,8 Kilometer langen Schlussrunde ab.

Pokerspiel um den WM-Titel bei den Juniorinnen: Ferguson holt Gold

Quelle: Eurosport

"Ich bin überglücklich. Der Sieg im Straßenrennen ist das, was ich immer wollte. Der zweite Platz in Glasgow letztes Jahr hat wirklich wehgetan. Jetzt Gold zu holen ist einfach unglaublich", sagte Ferguson im ersten Sieger-Interview kurz nach dem verregneten Rennen.
"Die Emotionen heute sind andere als nach dem Zeitfahren. Das ist so ein anderes Rennen und ich habe mich so sehr aufs Straßenrennen konzentriert! Klar, ich mag auch das Zeitfahren, aber das Straßenrennen war der Titel, den ich unbedingt immer wollte. Deshalb fühlt es sich heute noch besser an, als am Dienstag – auch wenn es verrückt ist, das zu sagen, denn Dienstag war schon unglaublich", so Ferguson.
Nach Genevieve Jeanson (Kanada) 1999, Nicole Cooke (Großbritannien) 2001, Chloe Dygert (USA) 2015, Elena Pirrone (Italien) 2017 und Zoe Bäckstedt (Großbritannien) 2022 ist Ferguson die sechste Juniorin, die in einem Jahr sowohl Zeitfahr- als auch Straßen-Gold gewonnen hat.
Vierte wurde die Niederländerin Megan Arens. Sie kam mit nur neun Sekunden Rückstand ins Ziel, nachdem sich die Spitzenreiterinnen auf den letzten 1,5 Kilometern bei sehr langsamem Tempo belauert hatten.

Niederländerin Arens verpasst das Podium nach Aufholjagd

"Als ich sie dann auf dem Schlusskilometer vor mir sah, sagte ich mir: Okay, Du musst einfach Vollgas fahren und vielleicht kannst Du nochmal vorbei und sie überraschen. Ich bin auch noch nah rangekommen, aber nicht nah genug", sagte Arens im Ziel am Eurosport-Mikrofon.
Die Niederländerin, die wie Ostiz im ersten Junioren-Jahr ist, war zuvor einer der Aktivposten im Rennen gewesen, konnte gut 20 Kilometer vor Schluss aber nicht mehr folgen, als sich die Top 3 absetzten.
Als Arens im Finale nochmal nah an die sich belauernden Spitzenreiterinnen herankam, sorgte das dafür, dass Ferguson rund 300 Meter vor Schluss doch nochmal Führungsarbeit übernahm und damit das Tempo an der Spitze erhöhte. Ostiz eröffnete dann den Sprint, aber Ferguson war stärker.
"Ich wusste am Ende nicht mehr, wie groß der Vorsprung war. Fünf Kilometer vor Schluss hatten wir anderthalb Minuten, aber dann haben wir vorne so sehr verlangsamt, weil niemand mehr vorne fahren wollte. Ich habe mich immer wieder umgedreht um sicherzustellen, dass uns niemand einholt. Dann sah ich Megan aus den Niederlanden näherkommen und bin nach vorne gefahren. Ich musste den Sprint dann einfach anfahren, weil ich auf keinen Fall mehr eingeholt werden wollte. Und am Ende hat es geklappt. Ich habe erwartet, dass Paula schnell sein würde, war aber auch recht zuversichtlich, dass ich den Sprint gewinnen würde", schilderte die Britin das Finale.
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Sturz-Drama um Italienerin auf der Zielgeraden in Zürich

Quelle: Eurosport

Sturz auf der Zielgeraden sorgt für Schreckmoment

Platz fünf ging an die Französin Célia Gery (+ 0:53), die die Zielgerade mit der Italienerin Giada Silo erreicht hatte. Die wiederum war im Sprint um Rang fünf dann aber gestürzt und blieb lange liegen.
Die Schweizerin Lara Liehner fuhr in der nächsten Fünfergruppe, die von der Britin Imogen Wolff mit 1:26 Minuten Rückstand auf Rang sechs ins Ziel geführt wurde, auf Platz neun. Caoilinn Littbarsky-Gray (+ 2:25) sorgte auf Rang 18 für das beste deutsche Ergebnis. Laura Nollau (+ 2:31) kam auf den 22. Rang.
Eine herbe Enttäuschung musste Amalie Joelle Messemer einstecken. Die Deutsche Junioren-Meisterin hielt im ersten Anstieg des Tages nach Binz mit den Allerbesten mit, verlor den Anschluss dann aber durch einen Sturz. Sie fuhr letztlich mit 5:27 Minuten Rückstand als 34. ins Ziel am Sechseläutenplatz. Die Österreicherin Ramona Griesser (+ 7:45) wurde 65.
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Highlights: Australien schlägt Deutschland denkbar knapp

Quelle: Eurosport


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