Nach Tod von Muriel Furrer: Fahrer-Vertreter Adam Hansen kritisiert UCI wegen fehlender technischer Verbesserungen

Der Tod von Muriel Furrer bei der Rad-WM in Zürich hat weitere Sicherheitsdebatten im Radsport ausgelöst. Auch Adam Hansen, Vorsitzender der Fahrergewerkschaft Cyclistes Professionnels Associés (CPA), forderte nun in einem Schreiben Verbesserungen, um die Sicherheit zu erhöhen. "Man braucht entweder mehr Sportwarte oder eine Art von Überwachungsgerät", schlug der Ex-Profi unter anderem vor.

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Quelle: Eurosport

Dadurch könne die Reaktionszeit bei Stürzen verbessert werden, um schnelle medizinische Hilfe zu leisten. Bei Furrer dauerte es über zwei Stunden, bis sie mit einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht wurde. Einen Tag später erlag die 18-Jährige ihren Verletzungen.
Von dem Sturz Furrers hatte zunächst niemand etwas mitbekommen. Für Hansen besonders tragisch: "Das Rennen war bereits zu Ende, als man ihr Fehlen bemerkte. Viele fuhren dran vorbei und kein einziger Mensch hat sie gesehen. Darüber möchte man gar nicht näher nachdenken. Es ist herzzerreißend."
Obwohl die Fahrer und Fahrerinnen während der Rennen in Zürich mit Zeitmess-Chips ausgestattet waren, fiel zunächst niemandem auf, dass keine neuen Zeiten der jungen Schweizerin eingegangen waren. "Offensichtlich gab es Fehler bei der Lokalisierung der Fahrer", meinte der Australier nun.
Er selbst fordert schon lange technische Verbesserungen, etwa die Einführung eines Rennradios, gegen das sich der Weltverband UCI bisher wehrt. Hansen argumentiert: "Sie würden zwar nicht in allen Fällen helfen, aber in einigen Fällen könnten sie hilfreich sein. Selbst wenn einer dieser Fälle ein Leben rettet, müssen wir dies einführen."

Fahrer fordern Einsatz von Rennradios

Auch ein Tracker für die Fahrer könne bereits einen großen Unterschied machen.
Nach dem Tod von Furrer meldeten sich laut Hansen immer mehr Athleten bei ihm, die Rennradios stark befürworten.
Denn seit vergangenem Jahr verstarben neben der 18-Jährigen zwei weitere Fahrer nach Stürzen: Gino Mäder bei der Tour der Suisse 2023 sowie André Drege Anfang Juli bei der Tour of Austria.
Auch bei den beiden Männern habe "niemand von der Rennorganisation oder den Kommissaren die Unfälle bemerkt". Beim Norweger Drege dauerte es rund eine halbe Stunde, bis man ihn fand.
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Quelle: Eurosport


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