Muriel Furrer - Reaktionen zum tragischen Tod des Rad-Talents: "Es gibt kein Verstehen, nur Schmerz und Traurigkeit"
Update 27/09/2024 um 19:28 GMT+2 Uhr
Die Radsport-Welt hat geschockt auf den Tod der Schweizer Nachwuchs-Fahrerin Muriel Furrer reagiert. In den Sozialen Medien bekundeten zahlreiche prominente Fahrerinnen und Fahrer ihr Beileid, darunter auch Demi Vollering und Lorena Wiebes. Furrer war während des Straßenrennens der Juniorinnen am Donnerstag in Zürich auf regennasser Fahrbahn gestürzt und am Freitag im Krankenhaus verstorben.
Radsport-Welt in Trauer: Gedenkminute für Furrer bei der WM
Quelle: Eurosport
Der Unfalltod der 18-Jährigen hat in der Sportwelt für Fassungslosigkeit und Trauer gesorgt. Swiss Cycling, der Schweizer Radsportverband verbreitete die Todesmeldung auf "X" und "Instagram":
"Schweren Herzens und mit unendlicher Trauer müssen wir uns heute von Muriel Furrer verabschieden. Wir verlieren eine warmherzige und wundervolle junge Frau, die immer ein Lachen auf ihrem Gesicht hatte. Es gibt kein Verstehen, nur Schmerz und Traurigkeit."
Furrers Landsmann und früherer Zeitfahrweltmeister Fabio Cancellara zeigte sich auf Instagram schockiert. "Es ist verrückt, eine so junge Athletin zu verlieren. Meine Gedanken sind in diesem schwierigen Moment bei ihrer Familie", schrieb der 43-Jährige in seiner Story zu einem Foto der Verstorbenen.
Dort kondolierte auch Lotte Kopecky, amtierende Straßen-Weltmeisterin bei der Elite. "Es passiert viel zu oft und viel zu schnell. Meine Gedanken sind bei ihrer Familie, ihren Freunden und Teamkolleginnen", schrieb die Belgierin.
Lorena Wiebes, niederländische Straßen-Europameisterin, teilte den Beitrag von Swiss Cycling ebenfalls in ihrer Story und reagierte mit zwei traurigen Emojis.
"Ganz schwierige Momente für den Radsport"
Während der Live-Übertragung des U23-Straßenrennens der Herren, das der Deutsche Niklas Behrens gewann, auf Eurosport ging auch Kommentator Karsten Migels auf den tragischen Unfall ein.
"Der Sieg von Niklas Behrens - so wertvoll und wichtig er für ihn persönlich sein mag - gerät heute zur Nebensache."
Es seien "ganz schwierige Momente für den Radsport", außerdem liege nun "ein dunkler Schatten auf diesen Weltmeisterschaften."
Dennoch werden die Wettkämpfe in Zürich wie geplant weitergehen. Am Wochenende finden noch die Straßenrennen der Elite statt.
Mutter des verstorbenen Gino Mäder reagiert
"Die Radsport-Welt hat eine Fahrerin mit einer großartigen Zukunft verloren. Unsere Gedanken sind bei der gesamten Familie und den Freunden von Muriel. Ruhe in Frieden, liebe Muriel", schrieb Team Visma, die Mannschaft von Jonas Vingegaard.
Auch Sandra Mäder, die Mutter des im vergangenen Jahr verstorbenen Gino Mäder, wandte sich auf der Plattform direkt an die Familie von Furrer. Noch am Tag des Unfalls, vor der furchtbaren Todesnachricht, kommentierte sie direkt unter dem letzten Instagram-Post der Schweizerin:
"Liebe Familie Furrer, ich fühle mit Euch. Ganz intensiv und ich weiß so sehr, wie es Euch jetzt gehen muss. Haltet Euch fest. Ich wünsch Euch ganz viel Kraft, diese Stunden durchzustehen."
Mäder war bei der Tour de Suisse 2023 tödlich verunglückt. Nur ein Jahr später trauert der Schweizer Radsport erneut um ein großes Talent.
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