Rad-WM: Tadej Pogacar und Remco Evenepoel reagieren auf episches Duell - die Reaktionen zum Rennen in Ruanda

Ein packendes und extrem hartes WM-Rennen hat den Stars alles abverlangt. Die Reaktionen von Tadej Pogacar, Remco Evenepoel und vielen weiteren Fahrern machen das deutlich. "Es war eine Tortur", brachte es Primoz Roglic auf den Punkt. Während Pogacar sich wieder mit einem Solo zum Weltmeister krönte, musste sich der Olympiasieger aus Belgien geschlagen geben - auch wegen technischer Probleme.

Highlights: Pogacar nach Mega-Solo erneut Weltmeister

Quelle: Eurosport

Der alte und neue Weltmeister Tadej Pogacar aus Slowenien kann offensichtlich nicht anders, als die internationale Konkurrenz durch lange Solo-Ritte bei Welttitelkämpfen zu düpieren.
Ähnlich wie im Vorjahr in Zürich attackierte der aktuelle Toursieger seine Gegner am Anstieg zum Mount Kigali im unnachahmlichen "Pogacar-Style", um diese daraufhin mit einer 67 Kilometer langen Alleinfahrt und einem Rückstand von 1:28 Minuten hinter sich zu lassen.
Hinter Pogacar konnte sich nach dessen Attacke eine fünfköpfige Verfolgergruppe etablieren, die ebenfalls auf dem äußerst selektiven WM-Kurs von Kigali zersplittert ins Ziel trudelte. Der Belgier Remco Evenepoel erwies sich dabei als Stärkster, gefolgt vom Iren Ben Healy.
Die Stimmen zum WM-Straßenrennen der Männer:
Tadej Pogacar (Slowenien/Weltmeister): "Der Kurs war für so ein Rennen von mir gestaltet. Ich hatte gehofft, dass sich eine kleine Gruppe mit Juan (Ayuso) und Del Toro bilden würde. Dieser Traum möglichst lange als Trio zusammenzufahren ist leider aber nicht aufgegangen. Juan hatte ziemlich früh Probleme auf dem Pflaster und Del Toro hatte Magenprobleme. So war ich, wie letztes Jahr, früh alleine und musste mit mir alleine kämpfen."
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Pogacar erklärt sein Solo zu WM-Gold: "Ja, ich hatte Zweifel"

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Remco Evenepoel (Belgien/ Vize-Weltmeister): "Ich bin sicher nicht hierhergekommen, um Zweiter zu werden. Ich wollte unbedingt das Double und habe mich auch großartig gefühlt. Aber das Schicksal wollte heute etwas anderes. Beim ersten Bike-Wechsel vor dem Mount Kigali rutschte mein Sattel komplett runter. Ich habe ein Schlagloch im Boden mitgenommen und habe dann schnell gemerkt, dass ich an meiner Oberschenkelrückseite Krämpfe bekam."
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Vom Pech verfolgt: Evenepoel erklärt seine Problemserie im WM-Rennen

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Ben Healy (Irland/Dritter): "Das ist wirklich speziell. Ich habe vieles an harter Arbeit für dieses Rennen auf mich genommen und jetzt neben Tadej und Remco auf dem Podium zu stehen, ist ziemlich unglaublich. Meine Saison wurde im Verlauf immer verrückter und verrückter. Erst habe ich das Gelbe Trikot bei der Tour getragen und nun das Podium bei den Weltmeisterschaften.
Mattias Skjelmose (Dänemark/Vierter): "Es war ein Rennen für Fahrer mit einem großen Motor. Es ging nicht um Taktik, sondern darum, wer die besten Beine hat. Immer wenn es eine Selektion gab, war das, weil jemand vorn das Tempo erhöht hatte. Von den Wattwerten her war das nicht meine beste Leistung, aber wenn man die Höhe bedenkt, habe ich so etwas noch nie vollbracht."
Toms Skujins (Lettland/Fünfter): "Am Ende war es ein Triathlon, alle sind einzeln ins Ziel gekommen. Es war klar, dass es ein sehr schweres Rennen werden würde. Ich habe zwar nicht viel gesehen, aber offensichtlich war Tadej in einer eigenen Liga. Nicht viele hatten die Beine, ihm zu folgen und er hat erneut bewiesen, dass er der Beste ist."
Juan Ayuso (Spanien/Achter): "Als das Finale eröffnet wurde, war ich dabei. Ich bin an Tadej dran geblieben und fühlte mich ziemlich gut. Aber bergab und im kleinen Kopfsteinpflasteranstieg bin ich quasi stehen geblieben. Das war schwer. Auf dem Kopfsteinpflaster habe ich heute sehr gelitten."
Tom Pidcock (Großbritannien/Zehnter): "Das war das am wenigsten zu genießende Radrennen des Jahres! Um ehrlich zu sein, fühlte ich mich am Start nicht so gut. Dann kam ich ins Rennen und irgendwann war ich total blau. Dann folgte ein Überlebenskampf bis zum Ziel, absolut brutal. Als wir dann zu fünft hinter Tadej in der Gruppe weg waren, dachte ich, alles ist jetzt noch möglich. Aber dann sind die Beine eingeschlafen."
Primoz Roglic (Slowenien/Elfter): "Er (Pogacar) ist unglaublich, Chapeau an ihn. Auch an die ganze Mannschaft. Und ich? Ich bin glücklich, dass ich das Rennen beendet habe – auch wenn es eine Weile gedauert hat. Es war eine Tortur, wir sind Vollgas losgefahren und haben eigentlich damit bis zum Finish nicht aufgehört."
Michael Morkov (Teamchef Dänemark): "Natürlich wäre es ein Vergnügen gewesen, Jonas (Vingegaard) als einen der besten Fahrer der Welt mit hier zu haben. Aber Mattias (Skjemose) hat heute sein volles Potenzial ausgeschöpft. Er war hier der Fahrer von uns, der um eine Medaille mitfahren konnte. "
Marius Mayrhofer (Deutschland/DNF): "Es war besprochen, dass ich versuchen würde, früh unsere Interessen in einer Fluchtgruppe abzudecken. Die Favoriten haben uns dann aber leider mit einem extrem hohen Tempo immer an der kurzen Leine gehalten. Vor ein paar Jahren wäre unsere Fluchtgruppe bei einer WM sicherlich deutlich weitergekommen – aber das Niveau war einfach brutal hoch heute."
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