Rad-WM: Tadej Pogacar stürmt wieder zu Gold und verteidigt Titel - Remco Evenepoel im Straßenrennen geschlagen
VonJan Zesewitz
Update 28/09/2025 um 20:19 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar hat seinen WM-Titel in der ruandischen Hauptstadt Kigali eindrucksvoll verteidigt. Mit einem 66 Kilometer langen Solo übertrumpfte er sogar seine Fabelfahrt vom vergangenen Jahr in Zürich um einige Kilometer. Hinter ihm fuhr Zeitfahrweltmeister Remco Evenepoel zu Silber, Ben Healy gewann die Bronzemedaille in einem extrem schweren Rennen bei der WM-Premiere in Afrika.
Highlights: Pogacar nach Mega-Solo erneut Weltmeister
Quelle: Eurosport
Am Mont Kigali sorgte der Pogacar für eine Vorentscheidung - nur seine beiden UAE-Emirates-Teamkollegen Juan Ayuso und Isaac Del Toro konnten ihm zunächst folgen.
An der folgenden steilen Mauer von Kigali konnte Ayuso nicht länger mithhalten, 66 Kilometer vor dem Ziel war auch Del Toro nicht mehr in der Lage zu folgen.
Dahinter formierte sich eine Verfolgergruppe um den Herausforderer Evenepoel, der kurz darauf mit einer kleinen Gruppe hinter dem Slowenen herjagte. Der Belgier hatte im Verlauf des Rennens immer wieder mit technischen Problemen an seinen Rennmaschinen zu kämpfen und musste bei einem der Radwechsel lange warten, bis endlich sein Teamfahrzeug zur Stelle war.
Der dabei angewachsene Rückstand und die in der Verfolgungsjagd investierten Kräfte machten dem Zeitfahr-Weltmeister unmöglich, die Lücke zu Pogacar noch zu schließen.
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Meisterleistung! Pogacar verteidigt Weltmeistertitel mit Mega-Solo
Quelle: Eurosport
WM: Infekt grassiert im Fahrerfeld
Die mit mehr als 5500 Höhenmetern auf 267 Kilometer Streckenlänge extrem anspruchsvolle Strecke rund um die Hauptstadt Ruandas erwies sich von Beginn an als extrem selektiv - begünstigt auch durch einen Magen-Darm-Infekt, der das Peloton heimsuchte und alle deutschen Fahrer frühzeitig aus dem Rennen nahm.
"Der Parcours war für so eine frühe Attacke gemacht", sagte der neue und alte Weltmeister im Sieger-Interview. "Ich hatte gehofft, dass sich eine kleine Gruppe bilden würde und mit Juan Ayuso und Isaac Del Toro hat das geklappt. Ich dachte: "Das ist perfekt". Leider hatte Ayuso dann an der Mauer Probleme und Isaac hatte etwas Magenprobleme, wie er mit erzählte und so war ich schon früh auf mich allein gestellt. Die Anstiege wurden immer härter und auch in den Abfahrten musste man ordentlich treten. Aber da muss man durch und an sich glauben."
Pogacar hatte am Ende 1:28 Minuten Vorsprung auf Evenepoel - den Fahrer, der ihn im Zeitfahren noch düpiert hatte und wurde damit zum ersten Titelverteidiger seit dem WM-Hattrick von Peter Sagan 2015 bis 2017. Mit 2:16Minuten Rückstand fuhr der Ire Healy zu Bronze, der Däne Mattias Skjelmose wurde Vierter.
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Pogacar geht am Mont Kigali – Evenepoel lässt reißen
Quelle: Eurosport
WM-Rennen: Massensturz in Anfangsphase
Schon die Frühphase des Rennens war sowohl von den Folgen eines frühen Massensturzes als auch von einem umgehenden Magen-Darm-Infekt im Peloton geprägt. Der geschwächte Julian Alaphilippe musste früh aufgeben, Pogacar und Evenepoel legten Toilettenstopps ein, auch das gesamte deutsche Team musste das Rennen innerhalb der ersten 100 Kilometer aufgeben.
Mit Ausnahme von Marius Mayrhofer. Der Tudor-Profi war Teil der sechsköpfigen frühen Ausreißergruppe, die sich während der ersten Kilometer nach dem Start gründete und bis zum Mont Kigali Bestand hatte.
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Heftiger Sturz in Abfahrt: Prominente Fahrer betroffen
Quelle: Eurosport
WM: Vorentscheidung an Mauer von Kigali
Auf dieser Extraschleife des WM-Kurses mit dem größten Anstieg und der extrem steilen Mauer von Kigali ließen das Rennen auseinanderfliegen. 104 Kilometer vor dem Ziel forcierte Pogacar das Tempo, Evenepoel versuchte mitzugehen und fiel schließlich weiter zurück. Nur seine UAE-Teamkollegen Juan Ayuso und Isaac Del Toro hielten mit dem Slowenen Schritt, an der Mauer wurde Ayuso von seinen Begleitern abgestellt.
Das UAE-Duo fuhr auf den folgenden Kilometern einen Vorsprung von rund einer Minute auf ein größeres - rund 35 Fahrer umfassendes - Verfolgerfeld heraus, in das auch Evenepoel mit seinen Teamkollegen wieder hineinfahren konnte.
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Gänsehaut pur: Pogacar und Del Toro hängen Ayuso an der Mauer von Kigali ab
Quelle: Eurosport
35 Kilometer währte die UAE-Einigkeit, aber 66 Kilometer vor dem Ziel ließ Pogacar den jungen Mexikaner stehen und fuhr als Solist der Titelverteidigung entgegen. Hinter ihm bildete sich eine illustre Verfolgergruppe um Evenepoel, Pidcock, Healy, Jai Hindley und Mattias Skjelmose.
Pidcock und Hindley fielen auf dem schweren Rundkurs schließlich zurück. Das Trio um Evenepoel kam dem großen Dominator nicht näher als eine Minute. Die letzten Runden um die Hauptstadt Ruandas wurden zur Triumphfahrt des neuen und alten Weltmeisters.
Dahinter setzte sich Evenepoel von seinen Begleitern ab und fuhr als Solist zur Silbermedaille. In der letzten Runde hängte Healy dann Skjelmose ab - das Podium stand fest.
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Pogacar muss aufs Dixi: "Kostet Sloweniens Mannschaft richtig Kraft"
Quelle: Eurosport
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Straßenrennen | HerrenKigali → Kigali / 267.5 km
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T. PogacarBeendet
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