Rad-WM: Anja Grossmann holt Bronze im Straßenrennen und gedenkt verstorbener Muriel Furrer: "Sie wacht über uns"
Anja Grossmann hat für einen der emotionalsten Momente der Radweltmeisterschaften 2025 in Ruanda gesorgt. Die Schweizerin holte im Straßenrennen der Juniorinnen die Bronzemedaille - und das an einem Tag, den der Schweizer Radsport mit großer Trauer verbindet. Denn vor genau einem Jahr, am 27. September 2024, starb Muriel Furrer mit 18 Jahren infolge eines Sturzes beim WM-Rennen der Juniorinnen.
Radsport-Welt in Trauer: Gedenkminute für Furrer bei der WM
Quelle: Eurosport
Die Startnummer 84 wird bei WM-Straßenrennen der Juniorinnen nicht mehr vergeben. Das verkündete der Weltverband UCI und ehrt damit das Andenken an Muriel Furrer.
Die Schweizerin war am 26. September 2024 bei den Heimweltmeisterschaften abseits der TV-Kameras schwer gestürzt.
Die junge Sportlerin wurde erst nach Ende des Wettbewerbs gefunden und starb am Tag darauf im Krankenhaus an den Folgen ihrer Verletzungen.
Ein Drama, das bis heute nachwirkt, auch bei Anja Grossmann. "Es war nicht einfach, hier an der Startlinie zu stehen. Denn vergangenes Jahr um diese Zeit ist uns, dem ganzen Schweizer Radsport, das Schlimmste passiert, was passieren konnte. Aber sie wacht über uns", sagte die 16-Jährige nach dem Gewinn der Bronzemedaille in Kigali unter Tränen im Gespräch mit der "Rwanda Broadcasting Agency".
Ergreifende Worte fand auch UCI-Präsident David Lappartient. "Der Tod von Muriel Furrer, einer vielversprechenden jungen Rennfahrerin, die eine große Zukunft vor sich hatte und während unserer Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr ums Leben kam, hat unsere Veranstaltung und die gesamte Radsportgemeinschaft in Trauer versetzt", so der 52-Jährige.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/09/27/image-1b8b09a6-bce4-43a8-9a0c-5f3bbef020b4.jpeg)
Muriel Furrer ist bei der Rad-WM 2024 tödlich verunglückt. Die Schweizerin wurde nur 18 Jahre alt
Fotocredit: Imago
Furrer war im Juniorinnen-Rennen in einem Waldstück am Küsnachterberg im Kanton Zürich gestürzt und erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.
"Genau ein Jahr später denken wir immer noch an sie, ihre Angehörigen und ihren Verband Swiss Cycling. Um Muriel zu ehren, hat die UCI beschlossen, dass die Startnummer, die sie bei der Veranstaltung trug, beim Straßenrennen der Juniorinnen bei den UCI-Straßenradweltmeisterschaften nicht mehr vergeben wird", führte Lappartient aus.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: UCI reagiert mit GPS-System auf Tod von Muriel Furrer
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/09/29/4046147-82060588-2560-1440.jpg)
Bewegendes Gedenken: Schweigeminute für Furrer vor WM-Start
Quelle: Eurosport
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/22/image-98b602cb-ae46-4c06-8857-c6197f655aaf-68-310-310.jpeg)