Olympia 2024: Deutsche Dressur-Nationalmannschaft mit Jessica von Bredow-Werndl und Isabell Werth gewinnen Gold im Team

Die Dressur-Equipe um die neue deutsche Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth hat die vierte Goldmedaille für Deutschland in Paris geholt. Im Grand Prix Special setzten sich Frederic Wandres mit Bluetooth, Isabell Werth mit Wendy und Jessica von Bredow-Werndl mit Dalera hauchdünn vor Dänemark und Großbritannien durch. Von Bredow-Werndl gewann nach dem Doppel-Triumph von Tokio 2021 ihr drittes Gold.

"Es langt! Es langt!" Von Bredow-Werndl führt Dressur-Equipe zu Gold

Quelle: Eurosport

Als Jessica von Bredow-Werndl und Dalera auf den letzten Metern ihrer ungewohnt wackligen Goldspur ins ersehnte Ziel tanzten, hatte Isabell Werth mit den Nerven vollkommen am Ende die Arena bereits verlassen.
Bloß nicht hingucken, schien ihre Devise zu sein, aber die Sorge war unbegründet. Die deutschen Dressurreiter erfüllten ihre Favoritenrolle mit dem unfassbar knappen Vorsprung von 0,121 Punkten - und sie erfüllten Werth den Traum vom historischen achten Olympiagold.
"Das ist ein bisschen viel Gefühl heute", sagte Werth ungewohnt euphorisch und ein bisschen überdreht: "Mein Gott, war das spannend."
Sie steht nun ganz oben im Olymp, das Gold hievt sie auf eine Stufe mit Kanutin Birgit Fischer, und ihre insgesamt 13. Medaille krönte sie zur erfolgreichsten deutschen Olympionikin der Geschichte.

Dressur-Ikone Werth zementiert ihr Denkmal

Werth (79,894 Punkte) zementierte ihr Denkmal mit dem dritten Team-Olympiasieg in Serie, und das mit der erst zehnjährigen Wendy, die sie seit Anfang des Jahres unter dem Sattel führt.
"Super, super zufrieden", sei sie mit ihrem Shootingstar, die Schwelle zum Rekord sei für sie Nebensache gewesen.
Dennoch wirkte Werth extrem erleichtert, als Tokio-Olympiasiegerin von Bredow-Werndl mit einem für sie unerwartet holprigen Ritt das goldene i-Tüpfelchen setzte.
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Quelle: Eurosport

Werth mit insgesamt achtem Olympia-Gold

Dennoch verließ sie strahlend das Viereck, aber wer genau hinsah, konnte erkennen, dass ein spontanes "Sch..." über ihre Lippen kam. Werth triumphierte zum siebten Mal mit der Mannschaft, dazu holte sie einmal Gold im Einzel - 1996 mit ihrem legendären Gigolo.
"Es war einfach super", schwärmte sie nach ihrem Ritt, "ich wusste, wir haben nichts zu verschenken und müssen jeden Punkt rausholen." Ihre 79,894 Prozent waren eine persönliche Special-Bestleistung mit Wendy zum bestmöglichen Zeitpunkt.
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Werth legt Grundstein für Gold im Team-Grand-Prix

Quelle: Eurosport

Das Team aus Werth, der nun dreimaligen Olympiasiegerin von Bredow-Werndl und Frederic Wandres, der mit Bluetooth gleich bei seinem Debüt Gold abräumte, gewann mit insgesamt 235,790 Punkten vor Dänemark (235,669) und Großbritannien (232,492).

Dänin Laudrup-Dufour mit bester Leistung im Viereck

Die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour zeigte auf Freestyle die beste Leistung des Tages (81,216 Pkt.).
Wandres war auf Anweisung seiner routinierten Teamkolleginnen als Startreiter zunächst unter dem Motto "kontrolliertes Risiko" geritten, seine 75,942 Prozent hatten nach der ersten Runde für Deutschland nur zu Rang drei gereicht.
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Ohne Fehler: Wandres bringt deutsche Equipe auf Kurs

Quelle: Eurosport

Wandres war am Ende "happy, dass ich meine zwei Damen rechts und links von mir habe, die wie immer in der Lage waren, ihre Leistung abzurufen".

Deutsche Dominanz in der Dressur

Die deutsche Dominanz in der Dressur setzt sich damit fort.
Insgesamt war es das 15. Gold seit der Einführung des Teamwettbewerbs 1928, das dritte in Serie nach Rio 2016 und Tokio 2021 sowie die insgesamt 97. deutsche Medaille in den olympischen Reitsport-Disziplinen.
Am Sonntag (ab 10:00 Uhr bei discovery+) geht es für Werth und von Bredow-Werndl in der Kür noch um Einzel-Gold.
(SID)

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Große Emotion bei Medaillenvergabe: Gold für deutsche Dressurreiter

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