Vom umjubelten Lokalmatador Daniel Yule, der bei Fußball-Atmosphäre vor 30.000 skiverrückten Fans seinen dritten Weltcup-Sieg feierte, trennte Straßer letztlich nur eine halbe Sekunde. Er schaffte es als einziger der sieben deutschen Starter in den zweiten Durchgang. Zweiter wurde Henrik Kristoffersen aus Norwegen (+0,23) vor dem Österreicher Marco Schwarz (+0,28).

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"Schön war's", sagte Straßer, der nach seinem Kahnbeinbruch an der rechten Hand noch mit Manschette fährt, über seine gut 20 Minuten auf dem roten Stuhl des Führenden:

Das war genau der Lauf, den ich gesucht habe für den zweiten Durchgang. Ich habe es genau richtig getroffen. Ich bin absolut zufrieden, so kann's weitergehen.

Er ergänzte: "Es ist einfach nur geil, hier zu fahren, das ist unglaublich." Nach dem zu verhaltenen ersten Lauf habe er sich vorgenommen: "Jetzt muss ich ein Feuerwerk abbrennen."

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Das tat er - und wie! ARD-Experte Felix Neureuther war voll des Lobes für seinen früheren Zimmergenossen, den mancher schon als ewiges Talent abgeschrieben hatte: "Genial! Unten bist du endlich clever gefahren. Mit einer Ruhe, so wie man in Adelboden fahren muss."

Straßer Schritt für Schritt nach vorne

Straßer dagegen durfte sogar gute 20 Minuten auf dem roten Sitz des Führenden Platz nehmen. "Schön war's", sagte er und grinste verschmitzt. Vom Potenzial her, behauptete Neureuther, "kann er aufs Podium fahren. Aber es ist wichtig, dass er Schritt für Schritt macht, nicht alles auf einmal will." Daran war Straßer oft genug gescheitert.

In diese Saison startete er als Achter in Levi stark, dann brach er sich das Kahnbein in der rechten Hand. Dennoch meldete er sich als Siebter in Zagreb stark zurück. Mit Manschette an der Hand gelang ihm jetzt "genau der Lauf, den ich gesucht habe". Und das, obwohl ihm wegen der Blessur Trainingstage fehlen.

(SID)

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