Straßer lag bei seinem zweiten Podiumsplatz im Spezialslalom nur minimale 0,14 Sekunden zurück. Dritter wurde der Brite Dave Ryding (+0,15).
Linus Straßer streckte schon im Ziel strahlend den Zeigefinger nach oben. Der 28-Jährige wusste sofort, dass ihm am legendären Chuenisbärgli erneut ein Traumlauf gelungen war. Und tatsächlich: Vier Tage nach seinem Triumph von Zagreb setzte der Münchner auch beim Slalom-Klassiker in Adelboden ein dickes Ausrufezeichen. Nach einer famosen Aufholjagd verbesserte sich Straßer noch vom zwölften auf einen herausragenden zweiten Rang, nur der Österreicher Marco Schwarz war etwas schneller.
"Das war unerwartet, ich habe mich nicht grandios gefühlt. Es war mehr ein Arbeitserfolg, aber ich habe es durchgezogen, von daher bin auch zufrieden", sagte Straßer und fügte nach seinem "Lieblingsrennen" an: "Das Hundertstel-Glück war definitiv auf meiner Seite, es war unglaublich eng." 0,14 Sekunden fehlten auf Schwarz, der Brite Dave Ryding lag als Dritter nur 0,01 Sekunden zurück. Für Straßer war es im Spezialslalom das zweite Podium in Serie. Dies hatte zuletzt Felix Neureuther 2017 geschafft.
Adelboden
Nach schwerem Sturz: US-Team gibt leichte Entwarnung bei Ford
09/01/2021 AM 21:46
"Das war eine Top-Performance von ihm, vor allem der 2. Lauf war genial", sagte Cheftrainer Christian Schwaiger.
Erneut zeigte Straßer vor allem im zweiten Lauf seine (Welt-)Klasse, nachdem er in Zagreb von Rang acht nach ganz oben gestürmt war. Aber, merkte Straßer im "ZDF" schmunzelnd an, er hätte "auch nichts dagegen, wenn ich mal nach dem ersten Lauf etwas weiter vorne bin".

"Das Selbstvertrauen aus Zagreb": Straßer brilliert im 2. Lauf

Straßer: Sieg "macht was mit einem"

In Adelboden fehlten nach Durchgang eins bereits 0,69 Sekunden auf das Podium, doch Straßer zeigte sich davon unbeeindruckt. Der Coup von Zagreb, "das macht was mit einem", sagte er, man müsse es "nur in die richtige Richtung lenken". Und das schafft der Münchner angesichts der enormen Leistungsdichte im Slalom derzeit beeindruckend.
Für die WM in Februar zählt er in dieser Form zu den Medaillen-Anwärtern, doch erst einmal stehen im Januar noch vier Slaloms auf dem Programm.

Schwerer Sturz von Ford

Es war ein spannender Abschluss der Rennen am Chuenisbärgli, die am Samstag beim Riesenslalom von einem schweren Sturz des Amerikaners Tommy Ford überschattet wurden. Der 31 Jahre alte Skirennläufer krachte im ersten Durchgang kurz vor dem Ziel mit dem Kopf auf die eisharte Piste.
Nach 20-minütiger Behandlung auf der Piste wurde Ford mit einem Helikopter in eine Klinik gebracht. Der US-Verband konnte leichte Entwarnung geben. Die Kopf- und Nackenverletzungen seien "geringfügig und heilen gut". Ford habe aber eine "Knieverletzung, die weiter untersucht wird".
Beim Sieg von Alexis Pinturault musste sich Alexander Schmid nach einer schwachen Fahrt mit einem enttäuschenden 22. Rang zufrieden geben. Stefan Luitz fehlte im Berner Oberland nach seiner Oberschenkelverletzung, er muss vier Wochen pausieren.
Das könnte Dich auch interessieren: Straßer exklusiv: "So etwas habe ich im Weltcup noch nie gesehen"
(SID)

"Er ist nervös": Straßers 1. Slalom-Lauf in Adelboden

"...dann ist er unschlagbar": Noel glänzt im Slalom von Adelboden

Lenzerheide
Feller gewinnt vor Noel - Straßer sichert Top-Ten-Platz
21/03/2021 AM 10:18
Lenzerheide
Podest beim Weltcup-Finale: DSV-Team überzeugt in Lenzerheide
19/03/2021 AM 12:12