Riesenslalom Adelboden: Marco Odermatt bricht vor Schweizer Fans Stenmark-Rekord und schwärmt von seiner "großen Liebe"

Marco Odermatt ließ sich im Schneetreiben von Adelboden von den tausenden Schweizer Fans euphorisch feiern. Auch der Champagner durfte bei der Siegerehrung nicht fehlen. Der 28-Jährige holte sich am Samstag im Riesenslalom seinen fünften Sieg in Folge am Chuenisbärgli. Damit überholte er auch Ski-Legende Ingemar Stenmark, der zwischen 1979 und 1982 an selber Stelle vier Mal in Serie gesiegt hatte.

Highlights: Odermatt feiert fünften Adelboden-Sieg in Serie

Quelle: Eurosport

Für Odermatt war die Stimmung in Adelboden, wo der Olympiasieger seinen sechsten Saisonsieg feierte und seine Führung im Gesamtweltcup weiter ausbaute, dabei erneut etwas ganz Besonderes.
"Es ist jedes Jahr ein großes Highlight. Diese Emotionen gibt es wirklich nur einmal im Jahr. Da kommen keine WM und auch kein Olympia ran, hier als Erster im Ziel abzuschwingen", schwärmte Odermatt von der Atmosphäre.
Die schwierigen Bedingungen auf der Piste - am Freitag hatte es noch geregnet, am Samstag behinderte starker Schnellfall die Sicht - machten dem 28-Jährigen dabei wenig aus. "Dieses Wetter macht es noch schwieriger. Und ich hab es gerne, wenn es schwierig ist, wenn man reagieren und mit Instinkt fahren muss", so Odermatt gegenüber dem "SRF".
Die Sicht und das Wetter hätten es "nicht einfacher gemacht. Aber ein Kompliment: Die Piste war richtig gut, auch mit der letzten Nummer konnte ich noch voll angreifen." Zuletzt hatte es wiederholt scharfe Kritik an den Pistenverhältnissen auf einigen Weltcupstrecken gegeben. Auch Teamkollege Thomas Tumler hatte vor dem Rennen in Adelboden die FIS kritisiert.
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Odermatt feiert Fans: "Sorgen dafür, dass ich noch mehr Gas gebe"

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Lucas Pinheiro Braathen erstmals seit schwerer Verletzung im Ziel

Fünf Siege in Serie seien "schon mega. Hier gewinnen zu dürfen, ist sowieso das Größte". Denn Adelboden sei für ihn die "erste Liebe und wird immer meine große Liebe bleiben", meinte Odermatt, der im Januar 2022 erstmals auf dem legendären Chuenisbärgli gewann.
Und auch der zweitplatzierte Lucas Pinheiro Braathen, der sich dem Schweizer mit 0,49 Sekunden Rückstand geschlagen geben musste, feierte einen ganz persönlichen Erfolg: Vor fünf Jahren war der damals noch für Norwegen startende Skiprofi in Adelboden gestürzt. Pinheiro Braathen zog sich eine schwere Knieverletzung zu, die das Saisonende bedeutete.
Seitdem kam der 25-Jährige auf dieser Strecke dreimal hintereinander nicht ins Ziel. "Ich bin gerade sehr emotional", gestand Pinheiro Braathen. "Es ist das erste Mal, dass ich in Adelboden die Ziellinie gesehen habe, seit ich mir hier das Knie verletzt habe."
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"Lehrbuch für die Konkurrenz": Odermatt bleibt Mr. Adelboden

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Marco Odermatt erfüllt sich erneut Kindheitstraum

Er habe sogar speziell für dieses Rennen eine Therapie gemacht, "um diese Hürde zu überwinden. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie stolz ich gerade bin." Der gebürtige Osloer verbindet nicht nur deshalb mit Adelboden eine besondere Beziehung.
"Worte können nicht beschreiben, was Adelboden in einem Menschen hervorbringt", meinte Pinheiro Braathen. "Was für ein Tag, um all diesen fantastischen Fans eine Show zu bieten."
Der König am Chuenisbärgli bleibt aber Odermatt, der bereits als Kind vor Ort war und von einem Start im Weltcup träumte. "Jetzt diesen Sieg, meinen Kindheitstraum, zum fünften Mal in Folge zu erreichen, ist wirklich etwas ganz Besonderes", meinte der 28-Jährige.
In der kommenden Woche geht es für Odermatt in Wengen (16. bis 18. Januar live bei Eurosport und HBO Max) vor heimischer Kulisse weiter. Im Vorjahr gewann der Schweizer dort den Abfahrtsklassiker.
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Kira Weidle-Winkelmann: "Du stehst am Start und weißt nicht mehr, was du machen sollst!"

Quelle: Eurosport


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