Kilde und Shiffrin über lebensgefährliche Sepsis und anschließende Panikattacken: "Wache mitten in der Nacht auf"
Update 01/11/2025 um 13:19 GMT+1 Uhr
Aleksander Aamodt Kilde steht nach fast zwei Jahren Verletzungspause vor seinem Comeback im alpinen Ski-Weltcup. Der Norweger kämpft nach dem schweren Sturz in Wengen im Januar 2024 aber immer noch mit den Folgen des Unfalls, wie er im Podcast "What’s the Point" mit seiner Verlobten Mikaela Shiffrin verriet. Vor allem die Infektion in seiner Schulter mache ihm nach wie vor schwer zu schaffen.
Kilde appelliert in Sicherheitsdebatte: "... dann stirbt der Sport aus"
Quelle: Eurosport
Kilde hatte sich bei dem verhängnisvollen Crash auf der Lauberhorn-Abfahrt eine Schulterluxation mit Bänderrissen und eine tiefe Schnittwunde an der Wade mit Nervenbeteiligung zugezogen.
In der Folge musste der heute 33-Jährige insgesamt fünfmal an der Schulter operiert werden. Dabei kam es zu einer Infektion, die wiederum eine Sepsis auslöste. Durch die Blutvergiftung sei es um Leben und Tod gegangen, hatte Kilde in der Folge erklärt.
Neben den körperlichen Auswirkungen machten ihm aber vor allem die psychischen Belastungen nach der Sepsis zu schaffen.
Auf die Frage seiner Verlobten Shiffrin, ob der Sturz oder die Infektion ihn mehr belasteten, antwortete Kilde im Podcast ehrlich: "Auf den Sturz war ich vorbereitet, damit müssen alle Skifahrer irgendwie umgehen. Aber die Infektion war angsteinflößend, weil sie so unkontrollierbar war."
Kilde über Panikattacken: "Wache mitten in der Nacht auf"
"Es kam wie aus dem Nichts. Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich alles richtig mache. Das war wirklich schlimm und ich denke seit der letzten Operation jeden Tag daran", führte Kilde weiter aus. "Es fühlt sich so an, als würde die Infektion mich in die Seite stupsen und mich daran erinnern: 'Hallo, ich bin noch da.'"
Im Training könne er neue Übungen deshalb nicht vollkommen unbeschwert angehen: "Manchmal kommt Flüssigkeit in die Schulter. Das ist ganz normal in der Reha, aber ich denke sofort, es ist eine erneute Infektion."
Offen gab der Norweger zu: "Deshalb bekomme ich Panikattacken. Dann wache ich mitten in der Nacht auf und denke: 'Oh, Sch..., die Infektion ist wieder da.'"
Shiffrin steht Kilde auf Leidensweg bei
Auch für Kildes Verlobte, die erfolgreichste Skifahrerin der Geschichte, waren die vergangenen Monate keine leichte Zeit.
Im Rahmen einer Veranstaltung zum Saisonauftakt in Sölden hatte sie sich emotional zu den Comeback-Plänen ihres Partners geäußert: "Er hat Einschränkungen an seiner Schulter", sagte der US-Star. "Die wird er wohl auch den Rest seines Lebens haben."
Bleibt zu hoffen, dass Kilde in Zukunft von schweren Verletzungen verschont bleibt - und sein Neustart im Weltcup gelingt.
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Shiffrin gibt Kilde-Update: "Womöglich für immer Probleme in der Schulter"
Quelle: Eurosport
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