Aleksander Kilde blickt auf sein Comeback in Beaver Creek: Ski-Star vor "einer der wichtigsten Phasen meines Lebens"

Aleksander Aamodt Kilde hat sich am Rande der Präsentation des Kinofilms "Downhill Skiers - Ain't No Mountain Steep Enough", in dem Einblicke in die Weltcup-Saison 2024/25 gegeben werden, zu seinen Comeback-Plänen geäußert. "Jetzt kommt eine der wichtigsten Phasen meines Lebens", erklärte der norwegische Speed-Spezialist im Interview mit der "Krone". Anfang Dezember will Kilde wieder angreifen.

Aleksander Aamodt Kilde hat einen Blick auf sein Comeback geworfen

Fotocredit: Getty Images

Zwischen 2. und 7. Dezember steigen in Beaver Creek (USA) die ersten Speed-Rennen der Saison 2025/26 (live und on-demand bei discovery+).
Auf der berüchtigten Birds of Prey will Kilde zum ersten Mal seit seinem verhängnisvollen Sturz in Wengen im Januar 2024 ins Starthaus zurückkehren.
Damals zog sich der 33-Jährige eine tiefe Schnittwunde in der Wade und eine Schulterverletzung zu. Die Nachwirkungen der letzteren spürt der Norweger nach wie vor.
"Jede Woche wird es aber etwas besser", meinte Kilde bei der Kinopremiere in Wien: "Ich hoffe, dass sie in zwei Monaten in Beaver Creek stabil genug ist und ich wieder Vollgas geben kann."
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Horrorsturz im Zielhang: Kilde kracht brachial in Fangzaun

Quelle: Eurosport

Kilde brach Versprechen an seine Eltern

Mit diesem Ansatz habe Kilde, so verriet er im Gespräch mit der "Kleinen Zeitung", aber ein Versprechen an seine Eltern gebrochen.
Sein erster Satz, den er im Krankenhaus zu Mama und Papa Kilde sagte, lautete nämlich: "Ich werde nie mehr Abfahrt fahren", erinnerte sich der Ski-Star.
"Ich habe viel versucht, ich wollte Neues probieren, neue Dinge lernen. Aber ich habe erkannt, dass mein Sinn das Skifahren ist und es auch noch bleiben soll", so Kilde.
Diesem inneren Drang will er nun nachkommen: Mit Blick auf die beiden Abfahrten und den Super-G in Colorado habe sich der 21-malige Weltcupsieger einen Countdown von 100 Tagen gesetzt. "Aktuell befinden wir uns auf halbem Weg", so Kilde.
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Aleksander Aamodt Kilde arbeitet an seinem Comeback im Ski Alpin

Fotocredit: Getty Images

In der ersten Hälfte sei "viel passiert, sowohl körperlich als auch mental bin ich wieder viel besser dabei. Jetzt kommt eine der wichtigsten Phasen meines Lebens", führte er aus.
Nun komme es darauf an, jeden Tag einen Schritt nach dem anderen zu machen. "Und ich muss realistisch sein", bremste sich Kilde selbst ein: "Ich habe Erfahrung, ich weiß, was auf mich zukommt."
Er müsse geduldig bleiben und sich "die Zeit nehmen", wieder konkurrenzfähig zu werden. "Ich kann nicht zurückkommen und direkt um den Sieg fahren wollen. Das wäre nicht realistisch", unterstrich er: "In den ersten Rennen darf ich nicht zu viel Druck auf mich selbst ausüben."

Antrag an Shiffrin: "Nervöser als in Kitzbühel"

Immer an seiner Seite in den vergangenen Monaten war seine Partnerin Mikaela Shiffrin. Dafür zeigte sich Kilde besonders dankbar.
Die ersten Tage nach dem Sturz "waren sehr schlimm, aber durch Mikaela auf einmal ganz schön. Wir waren zu zweit in meinem Zimmer, selbst in der Nacht blieb sie bei mir", schilderte Kilde: "Das waren besondere Momente."
Im April 2024, etwa drei Monate nach seinem schweren Sturz, hielt er schließlich um die Hand von Shiffrin an.
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Ski-Traumpaar Aleksander Aamodt Kilde und Mikaela Shiffrin in Sölden 2024

Fotocredit: Imago

"Die Entscheidung traf ich damals im Krankenhaus", verriet Kilde. "Ich dachte mir: Das ist meine Frau, mein Leben. Und zum Glück hat sie Ja gesagt."
Ob man die Aufregung mit einem Start in der Abfahrt von Kitzbühel vergleichen könne? "Ich war nervöser als in Kitzbühel. Dort hängt es nur davon ab, ob ich gut Ski fahre. In dieser Situation musste aber auch sie Ja sagen!", so Kilde mit einem Lachen.
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Skiabfahrt vom Mount Everest - Bargiel schreibt Geschichte

Quelle: Red Bull Content Pool


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