Alexander Schmid greift nach zwei Kreuzbandrissen wieder an: "Ich wollte Olympia noch im europäischen Raum erleben"
Publiziert 06/11/2025 um 16:49 GMT+1 Uhr
Alexander Schmid hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Im März 2023 riss er sich zum ersten Mal das Kreuzband, im Dezember 2024 erhielt das Riesenslalom-Ass dieselbe schlimme Diagnose. In der Reha nach der zweiten schweren Verletzung überlegte er, seine Karriere zu beenden, wie Schmid Eurosport exklusiv verriet. Doch der Weltmeister im Parallelrennen von 2023 lässt sich nicht unterkriegen.
Schmid exklusiv: "Wollte Olympia noch im europäischen Raum erleben"
Quelle: Eurosport
Das Comeback ist geglückt. Alexander Schmid kam beim Weltcup-Auftakt in Sölden in seiner Paradedisziplin Riesenslalom in den zweiten Durchgang und ergatterte mit Rang 27 sogar vier Weltcup-Punkte.
Eine große Genugtuung für den 31-Jährigen nach zwei Kreuzbandrissen innerhalb von 21 Monaten.
"Ich wusste nicht, ob ich starten soll, weil ich noch nicht so viele Trainingstage hinter mir habe. Ich bin aber superhappy, dass ich am Start war und dann auch noch in die Punkte fahren konnte", sagte Schmid am Eurosport-Mikrofon.
Das Rennen am Rettenbachferner war auch ein Belastungstest für das lädierte Knie, den Schmid mit Bravour bestand. "Mir geht's sehr gut. Ich habe nach dem Rennen überhaupt keine Reaktion im Knie gespürt", sagte er.
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Quelle: Eurosport
Seinen aktuellen Leistungsstand bezifferte Schmid mit 90 Prozent. "Mental bin ich auf jeden Fall ready und körperlich fühle ich mich auch sehr gut. Ich denke überhaupt nicht mehr an die Verletzung. Was mir natürlich noch fehlt, sind die Trainingstage und auch die Erfahrung bei den Rennen", so der Weltmeister von 2023.
Schmids Ziel: Olympia im europäischen Raum
Die erneute Zwangspause sei jedoch alles als einfach gewesen. "Ich habe kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt, meine Karriere zu beenden", verriet Schmid, warf den Gedanken aber schnell wieder über Bord: "Es war aber nicht so, dass ich im Krankenbett lag und mir gesagt habe: 'Ich hab' keinen Bock mehr, ich kann das nicht mehr mitmachen.'"
Hauptmotivator für die erneute Schinderei in der Reha waren die Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo. "Ich wollte Olympia noch im europäischen Raum erleben. Ich habe mir aber keinen Stress gemacht. Nach dem ersten Kreuzbandriss wollte ich so schnell wie möglich zurückkommen, nach dem zweiten so gesund wie möglich", sagte Schmid.
Das Mindset war also ein anderes. Angesichts der gelungenen Rückkehr in den Weltcup-Zirkus und der körperlichen und mentalen Unversehrtheit hat Schmid die richtige Entscheidung.
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