Alexandra Meissnitzer trotz Amt von FIS-Kongress ausgeladen - kritisches Interview als Auslöser der Ausbootung

Ski-Legende Alexandra Meissnitzer wird nicht am FIS-Kongress Ende der Woche in Belgrad teilnehmen - dabei war die 52-Jährige ursprünglich eingeladen. "Ich wurde seitens der FIS gebeten, nicht am FIS-Kongress teilzunehmen, und es wurde mir ein Schreiben übermittelt, das derzeit näher geprüft wird", sagte Meissnitzer. Grund für die Ausladung ist ein Interview in den "Salzburger Nachrichten".

Alexandra Meissnitzer wird nicht am FIS-Kongress teilnehmen

Fotocredit: Getty Images

Im Gespräch mit der Tageszeitung hatte die gebürtige Salzburgerin den Zustand des Weltverbands FIS unter Präsident Johan Eliasch kritisiert.
"Seit geraumer Zeit erleben wir nur Differenzen und öffentliche Auseinandersetzungen, das ist für mich schwer nachvollziehbar", hatte Meissnitzer unter anderem gesagt.
"Wenn nur noch Konfrontation herrscht und der Dialog verloren geht, dann schaut es nicht gut aus. Dann droht wirklich die Spaltung", so die 52-Jährige weiter.
Erst im vergangenen Jahr hatte Eliasch die zweifache Weltmeisterin von 1999 als Verantwortliche für Spezialprojekte ins "President's Office" des Ski-Weltverbands geholt.

Eliasch-Wahl wird zum Pulverfass

Die Ausbootung der Österreicherin ist die nächste Episode in der Schlammschlacht um die Kandidatur von Eliasch.
Der schwedisch-britische Geschäftsmann nahm zuletzt für die Wahl die georgische Staatsbürgerschaft an, um vom Verband Georgiens als Präsident vorgeschlagen zu werden.
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Johan Eliasch strebt eine Wiederwahl an

Fotocredit: SID

Viele einflussreiche Verantwortliche und Sportler haben sich längst gegen den 64-Jährigen gestellt. Eine Wiederwahl könnte weitreichende Folgen haben: Die großen Ski-Nationen sollen im Hintergrund schon planen, Top-Veranstaltungen wie Wengen oder Kitzbühel eigenverantwortlich zu organisieren - es wäre eine Zäsur für den Skisport.
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Quelle: quattro media GmbH


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