Henrik Kristoffersen kritisiert Pistenverhältnisse beim Weltcup-Riesenslalom in Alta Badia: "Fast zu gefährlich"

Marco Odermatt und Henrik Kristoffersen hatten beim Weltcup-Riesenslalom in Alta Badia nach dem ersten Durchgang trotz guter Leistungen einiges an den Bedingungen auszuetzen. Mit den Pistenverhältnissen waren beide Top-Athleten nach ihrem Lauf sehr unzufrieden. Einige Fahrer hatten mit der brüchigen Piste in Südtirol Probleme, sechs der ersten dreißig Starter schieden aus.

Odermatt Maß der Dinge, Debütant auf Podest - Highlights

Quelle: Eurosport

"Es ist fast zu gefährlich", sagte Kristoffersen gegenüber Eurosport.
Wie es sich angefühlt hat? "So als wären wir vielleicht besser nicht gefahren. Für Loic Meillard war es furchtbar, mit Startnummer eins zu starten, nachdem sie nach der Inspektion noch viele Tore versetzt haben, und man nicht wirklich weiß, wie die Bedingungen sind."
Kristoffersen, der im zweiten Lauf von Rang drei auf neun zurückfiel, kritisierte vor allem, dass die Strecke an vielen Stellen "bricht", also wenig Grip für den Außenski vorhanden sei. Dies erhöhe auch das Risiko für Knieverletzungen, sagte der Norweger.
Sein Rivale Odermatt äußerte sich am Eurosport-Mikrofon ähnlich kritisch: "In den vergangenen Jahren hatten wir hier perfekte Bedingungen, aber dieses Jahr ist die Strecke wirklich nicht gut. Sie war nicht für ein gutes Rennen präpariert. Wir sind trotzdem gestartet und jetzt müssen wir damit leben."

Athleten sauer: "Absoluter Skandal"

Für den Schweizer reichte es dennoch zum nächsten Sieg. Odermatt gewann vor dem Überraschungszweiten Léo Anguenot (Frankreich/+0,85 Sekunden) und Alexander Steen Olsen (Norwegen/+0,88).
Thomas Tumler, der Sieger von Beaver Creek, kam im ersten Lauf weniger gut zurecht. Auch er kritisierte gegenüber "Blick" die Streckenverhältnisse: "Die meisten Rennfahrer waren sich nach der Besichtigung einig, dass wir unter diesen Voraussetzungen kein Rennen bestreiten." Im Finale schied der Schweizer dann auch aus.
Landsmann Justin Murisier legte an gleicher Stelle nach: "Ein absoluter Skandal! Die FIS spielt mit dieser Entscheidung mit der Gesundheit von uns Athleten." Selbst der Führende Zubcic äußerte sich unzufrieden: "Wir haben diskutiert, ob wir überhaupt fahren sollten", sagte er gegenüber der "ARD".

Schwarz kam gut zurecht und war zufrieden

Schon bei den letzten Rennen sei die Präparierung "wirklich schlecht" gewesen, die Trainer bereiteten für die Testläufe "bessere Pisten" vor als die Zuständigen im Weltcup.
Marco Schwarz überzeugte bei seinem Riesenslalom-Comeback mit Platz sechs in Durchgang eins. Am Ende reichte es zu Position 26. Der Österreicher zeigte sich zunächst mit der Piste recht zufrieden: "Es ist holperig, aber das ist gut für das Rennen. Ich bin ganz gut damit klargekommen - trotz der wenigen Trainingstage, die ich bisher hatte."
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