Verwirrung um Helikopter beim Abfahrtstraining der Herren in Beaver Creek: "Eine absolute Frechheit"

Nicht nur der Nebel sorgte beim ersten Abfahrtstraining in Beaver Creek für Wirbel im Skifahrerlager. Das Gerücht, dass bei einem schweren Sturz der Rettungshubschrauber wegen der Wetterbedingungen nicht hätte fliegen können, führte zu scharfer Kritik aus dem österreichischen Team. Diese war aber offenbar unbegründet. Das jedenfalls behaupten Marco Odermatt und der Schweizer Verband.

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Quelle: Eurosport

Wie Odermatt, der die Bestzeit beim ersten Abfahrtstraining der Saison aufstellte, dem "Blick" sagte, wäre nach seinen Informationen "für den Notfall ein Helikopter bereit gewesen".
Das bestätigte auch der Schweizer Cheftrainer Tom Stauffer. Ihm zufolge habe nämlich der Koch seines Teams auf dem Weg zum Supermarkt einen Rettungshelikopter gesehen. Dieser sei "auf dem Parkplatz unweit vor der Einfahrt nach Beaver Creek stationiert" gewesen.
Im Notfall hätte der Helikopter laut dem "Blick" trotz des Nebels zu möglichen Unfallstellen auf der "Birds of Prey" starten können. Ein Umstand, der mittlerweile auch ins Lager des österreichischen Skiverbandes vorgedrungen ist.
Österreichs Cheftrainer Marko Pfeiffer habe dem Renndirektor des Weltverbands FIS, Markus Waldner, bei der Mannschaftsführersitzung versöhnlich die Hand gegeben, heißt es. Waldner indes sprach von einer "Fehlkommunikation", die womöglich unterlaufen sei: "Deshalb kann ich auch verstehen, dass sich die Athleten aufgeregt haben."
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Marco Odermatt legte beim Abfahrtstraining in Beaver Creek die Bestzeit hin.

Fotocredit: Getty Images

Kriechmayr und Eichberger kritisieren Rennleitung

Nach dem ersten Abfahrtstraining des olympischen Winters in Beaver Creek, einer der gefürchtetsten Pisten der Saison, hatte unter anderem Vincent Kriechmayr die Rennleitung scharf kritisiert.
"Ich finde es schon speziell, weil es ein Reglement gibt, das besagt, dass ein Hubschrauber bei einem Abfahrtstraining zur Verfügung stehen muss. In dem Fall haben sie sich gesagt: Mein Gott, haben wir halt keinen Hubschrauber. Ich hoffe, es passiert nichts uns es fällt keiner auf den Schädel", sagte der österreichische Routinier am Dienstag noch während des laufenden Trainings im "ORF"-Interview.
Sein Teamkollege Stefan Eichberger teilte derweil gegenüber dem "Blick" hart gegen die Rennleitung aus. "Als ich gehört habe, dass im Fall von einem schweren Sturz aufgrund des Nebels kein Hubschrauber an die Unfallstelle fliegen könnte, war für mich klar, dass wir das Training nicht durchführen können. Dass der Start dennoch freigegeben wurde, ist meines Erachtens eine absolute Frechheit", sagte der 25-Jährige.
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Vincent Kriechmayr ärgerte sich zunächst über die FIS-Rennleitung.

Fotocredit: Getty Images

Verkürzte Strecke und anderes Programm in Beaver Creek

Trotz des Nebels im oberen Streckenteil war das Abfahrtstraining am Dienstag schließlich in dreieinhalb Stunden über die Bühne gegangen - mit zahlreichen Unterbrechungen, aber ohne einen schweren Unfall.
Wegen der schwierigen Wetter- und Pistenbedingungen wird der Weltcup im US-amerikanischen Beaver Creek (4. bis 7. Dezember live bei Eurosport und discovery+) aller Voraussicht nach mit geändertem Programmplan ausgetragen. Zuletzt machte Schneemangel den Organisatoren zu schaffen.
So wurde schon von zwei Abfahrten auf eine reduziert, die zudem rund zehn Sekunden vor dem eigentlichen Ziel enden soll. Diese eine Abfahrt war zunächst für Freitag angedacht, wird Stand Mittwochabend (MEZ) nun aber am Donnerstag ausgetragen.
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Quelle: Eurosport


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