Alexander Schmid griff sich im Moment des größten Erfolges seiner Karriere an den Helm. Beim Parallel-Riesenslalom in Chamonix, das wusste der Allgäuer, wäre mehr drin gewesen als der überraschende dritte Platz. Doch als er kurz darauf im Zielraum für die erste Podestfahrt seiner Laufbahn geehrt wurde, war beim 25-Jährigen von Enttäuschung nichts zu spüren.

Schmid, der bislang nie besser als Sechster im Weltcup war, sagte:

Garmisch-Partenkirchen
Abfahrtssieg und Sturz: Kandahar-Königin Rebensburg rast vom Himmel in die "Hölle"
09/02/2020 AM 09:53
Es ist einfach unglaublich, jetzt auf Platz drei zu stehen, das hätte ich nie geglaubt. Ich bin überglücklich, dass es fürs Podium gereicht hat.

"Sieht gut aus!" Schmid fährt in Chamonix überraschend aufs Podest

Schmid bezwingt Pinturault

Im Halbfinale war er unglücklich am späteren Sieger Loic Meillard (Schweiz) gescheitert, als er knapp in Führung liegend am drittletzten Tor einfädelte. Umso souveräner war sein Erfolg im "kleinen Finale", als er den US-Amerikaner Tommy Ford (+0,28 Sekunden) klar dominierte. Zuvor hatte Schmid Roland Leitinger (Österreich), Mitfavorit Alexis Pinturault aus Frankreich und den Slowenen Zan Kranjec ausgeschaltet.

"Ich bin ziemlich entspannt an die Sache rangegangen und habe mir am Morgen schon gesagt, dass ich jeden Lauf neu angehen und mich auf meine Sachen konzentrieren muss", sagte Schmid: "Das habe ich gut erreicht."

Kopf-an-Kopf-Rennen: Meillard mit erstem Karrieresieg

Luitz schon in erster Runde raus

Anders seine Teamkollegen: Stefan Luitz scheiterte in der ersten K.o.-Runde an Simon Maurberger (Italien), als er am Übergang in den Zielhang an einem Tor vorbeifuhr. Damit verpasste der Allgäuer nach seinem zweiten Platz von Alta Badia die Chance, die erstmals vergebene kleine Kristallkugel für den Disziplinbesten zu gewinnen. Luitz sagte:

Wegen der Kugel habe ich mir wenig Gedanken gemacht. Ich wollte gut Skifahren, das ist mir nicht gelungen, das ärgert mich viel mehr.

Linus Straßer schied in der zweiten Runde gegen den Schweizer Thomas Tumler aus. Der Münchner rutschte auf dem schwierigeren roten Kurs am ersten Übergang weg und war damit chancenlos. "Die Welle kam so schnell", sagte er.

Das könnte dich auch interessieren: Sturz in Garmisch: Rebensburg gibt nach "heftigem Aufprall" Entwarnung

(SID)

Heftiger Sturz mit Folgen: Saison-Aus für Rebensburg

Hinterstoder
"Wie ein Stier": Luitz kämpft sich mit starkem Lauf in die Top 10
02/03/2020 AM 13:41
Ski Alpin
Grippaler Infekt: Luitz zur Pause gezwungen
20/02/2020 AM 10:25