Kristoffersen sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg vor Ramon Zenhäusern aus der Schweiz (+0,28) und dessen Landsmann Sandro Simonet (+0,38), der sich um 27 (!) Plätze verbesserte.
Nach zuletzt zwei Ausfällen reichte es für den Münchner Straßer in den beiden Slaloms im französischen Chamonix nur zu den mäßigen Plätzen 17 und 23 - ein Formtief zur Unzeit. "Die Piste hat nicht mehr viel zugelassen. Ich habe mich wahnsinnig schwer getan, dann kriegst du eben einen auf den Sack", sagte Straßer bei strahlendem Sonnenschein mit finsterer Miene.
"Er ist nicht so locker gefahren wie zu Beginn der Saison. Zwei Ausfälle und dann zweimal nicht so gut gefahren: Da bewegt sich was im Kopf", sagte "ARD"-Experte Felix Neureuther mit Blick auf die Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo/Italien (8. bis 21. Februar) nachdenklich. Das müsse Straßer "rausbekommen, damit er für die WM topfit ist".
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Davon geht Straßer, der zuletzt in Zagreb gewonnen hatte und in Adelboden Zweiter geworden war, trotz der bitteren Rückschläge aus. Er fahre "auf jeden Fall mit einen guten Gefühl zur WM", betonte er trotzig. "Es war bisher eine unglaublich gute Saison. Ich habe nichts zu verlieren. So fahre ich auch da hin."

Zu viele Fehler: Straßer verpatzt WM-Test

Straßer überzeugt im 1. Lauf

Selbstvertrauen zieht Straßer vor allem aus dem ersten Durchgang am Sonntag, als er auf Position sieben noch in Lauerstellung zum Podium lag. "Das hat gut geklappt. Ich war aktiv und bin auf Angriff gefahren", sagte er. Doch den zweiten Durchgang verpatzte er bei immer schwerer werdenden Bedingungen völlig. Selbst Sebastian Holzmann landete als 20. noch vor Straßer.
Wie es geht, zeigte der Norweger Henrik Kristoffersen, der seine Führung vor Ramon Zenhäusern aus der Schweiz ins Ziel rettete und seinen zweiten Saisonsieg feierte. Die Überraschung des Tages war allerdings der Schweizer Sandro Simonet, der sich um 27 (!) Plätze verbesserte und Dritter wurde. Am Samstag hatte der Franzose Clement Noel bei seinem Heimrennen vor Zenhäusern und Marco Schwarz aus Österreich triumphiert.

Er ist zurück: Kristoffersen trumpft in Chamonix auf

Bei den Frauen verlief der Heimweltcup in Garmisch-Partenkirchen für Kira Weidle enttäuschend. Beim Super-G am Samstag musste sie sich beim Sieg von Lara Gut-Behrami mit Rang 23 zufrieden geben. "Das ist absolut nicht das, was ich mir vorgestellt habe. So langsam wünsche ich mir auch, dass es da einen Schritt nach vorne geht", sagte die 24 Jahre alte Starnbergerin. Der Super-G am Sonntag musste wegen Nebels auf Montag (11:00 Uhr bei Eurosport 1 und Joyn PLUS+) verschoben werden.
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(SID)

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