Phänomen Emma Aicher mischt den Ski-Weltcup auf - Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg schwärmt: "Kann alle schlagen"

Emma Aicher mischt den alpinen Ski-Weltcup auf. Die Deutsche fuhr nur drei Tage nach ihrem Sieg in der Abfahrt in St. Moritz beim Nachtslalom in Courchevel erneut aufs Podium. Die 22-Jährige ist ein Phänomen: Sie meistert Technik- und Speed-Disziplinen gleichermaßen. Das bringt ihr nicht nur Lob von Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg ein, sondern beeindruckt gar die große Mikaela Shiffrin.

"Da bleibt mir die Spucke weg": Aicher mit glänzender Fahrt aufs Podest

Quelle: Eurosport

Emma Aicher riss im Ziel die Arme in die Höhe und stieß einen Freudenschrei aus: Soeben war die 22-Jährige im Nachtslalom von Courchevel auf Platz drei gefahren, gerade einmal drei Tage nach ihrem großartigen Sieg in der Abfahrt von St. Moritz.
Die junge Athletin des deutschen Skiverbands ist aktuell die wohl spannendste Fahrerin im alpinen Weltcup: Ob Speed- oder Technikrennen, Aicher ist inzwischen beinahe überall eine Podest-Kandidatin.
Das bleibt auch bei der Konkurrenz nicht unbemerkt. "Das ist so cool", kommentierte Mikaela Shiffrin nach dem Rennen einen Beitrag, des internationalen Skiverbands FIS, der Aichers Sieg am Samstag und ihren dritten Platz in den französischen Alpen thematisiert. Dazu postete die 105-fache Weltcupsiegerin ein applaudierendes Emoji.
Und die Deutsche selbst? Die gab sich im Eurosport-Interview einmal mehr gewohnt lässig: "Ich bin sehr zufrieden und auch ein bisschen stolz, dass ich am Samstag in der Abfahrt auf dem Podium stehen konnte und heute im Slalom. Ich arbeite schon lange daran, dass das aufgeht."
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Gesamtweltcup nur ein Traum? Das sagt Aicher

Quelle: Eurosport

Rebensburg über Aicher: "Kann alle schlagen"

Allrounder sind im alpinen Ski-Weltcup selten. Auch deshalb sind Vergleiche mit der dreifachen Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch und Aicher schnell gezogen. Aber selbst ihr ist ein solches Kunststück nicht gelungen, innerhalb von drei Tagen eine Abfahrt zu gewinnen und im Slalom aufs Podest zu fahren - 2010 fuhr sie in Haus im Ennstal in der Abfahrt auf Rang drei, vier Tage später wurde sie im Slalom in Flachau Zweite.
Hinzu kommt: Aicher scheut nicht vor großen Namen. In St. Moritz ließ sie mal eben die Superstars Lindsey Vonn und Sofia Goggia hinter sich - ein Fakt, der auch Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg begeistert: "Das zeigt einfach, welche Qualitäten Emma mitbringt. Sie bleibt cool und kann einfach ihre Leistung abrufen."
"Sie hat bereits bewiesen, dass sie alle schlagen kann. Für den deutschen Skisport ist das ein überragendes Zeichen", schwärmte die Olympiasiegerin von 2010 weiter.
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Highlights: Aicher crasht Vonn-Party in St. Moritz

Quelle: Eurosport

Aicher beeindruckt mit ihrer Lockerheit

Und auch international hat sich die gebürtige Schwedin, die seit 2020 für den deutschen Skiverband fährt, längst einen Namen gemacht. "Jeder weiß, was Emma drauf hat, welch schnellen Schwung sie fahren kann. Sie ist international sehr beliebt: Sie ist total offen, sie kommuniziert viel", gab Rebensburg weitere Einblicke.
Die nötige Lockerheit habe sie sich zudem auch beibehalten: "Man mag es nicht so glauben, wenn man ihre Interviews hört, aber sie ist schon auch sehr kommunikativ. Vor allem, wenn es mal gesellig wird, ist die Emma mit dabei."
Kein Wunder also, dass in der Olympia-Saison die Fragen nach dem Gesamtweltcup aufkommen. Darauf angesprochen, ob sie Ambitionen hat, die große Kristallkugel zu gewinnen, blieb die 22-Jährige bescheiden.
"Es gibt so viele schnelle Mädels, die jedes Wochenende auf dem Podest stehen. Soweit bin ich noch nicht", sagte sie gegenüber Eurosport und fügte hinzu: "Aber es ist und bleibt mein großer Traum. Ich will darauf hinarbeiten und jetzt gerade ist ein guter Anfang."

Aicher-Express rollt weiter nach Val d'Isère

Auch Rebensburg sieht ob des jungen Alters von Aicher noch Potenzial für Verbesserungen, vor allem in der für sie "schwierigsten Disziplin Super-G". Bei ihr komme es auf "Erfahrung" und "Konstanz" an, aber "das kommt mit der Zeit", schließlich sehe man, "wie wahnsinnig schnell sie Ski fährt".
Und Aicher selbst? Die dachte im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk kurz nach ihrem dritten Platz schon wieder an die anstehenden Speed-Events in Val d’Isère (20.-21. Dezember live auf Eurosport und discovery+) - denn: "Was soll ich denn sonst machen außer Skifahren?"
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Aicher stürzt spektakulär im Super-G - "Was machst du denn?!"

Quelle: Eurosport


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