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Courchevel - Niels Hintermann beendet überraschend seine Karriere: "Bin nicht mehr bereit, mein Leben zu riskieren"
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Publiziert 13/03/2026 um 14:36 GMT+1 Uhr
Niels Hintermann hat in Courchevel für einen echten Paukenschlag gesorgt. Eigentlich hätte der Schweizer am Freitag in der Abfahrt an den Start gehen sollen. Er tat es überraschend nicht – und beendete vor laufenden Kameras seine Karriere. "Ich bin fertig mit Skifahren. In Crans-Montana war mein letztes Rennen", sagte der 30-Jährige. Auch Kollege Marco Odermatt wurde von der Nachricht überrascht.
"Er kann gleiten wie kein anderer": Hintermann triumphiert in Kvitfjell
Quelle: Eurosport
Er hat den Krebs besiegt, sein Leben will Niels Hintermann jetzt aber auf der Piste nicht mehr aufs Spiel setzen.
Der Schweizer Skirennläufer hat seine Karriere mit sofortiger Wirkung beendet und unter anderem Panikattacken als Grund dafür angegeben.
"Ich bin nicht mehr bereit, mein Leben zu riskieren, wie ich es tun müsste", sagte der dreimalige Weltcupsieger, der nach überstandener Krebserkrankung erst zu dieser Saison in den Weltcup zurückgekehrt war, in Courchevel dem Schweizer Fernsehen. Dort hatte er am Vormittag noch die Piste besichtigt, sich dann aber gegen einen Start entschieden.
"Ich habe ein zweites Leben geschenkt bekommen, und damit will ich nicht spielen", so Hintermann weiter.
Hintermann: Weitermachen unmöglich
Sein Entschluss sei über Wochen gereift und habe sich zuletzt beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen verfestigt. Dort habe er "eine Panikattacke nach der anderen" gehabt.
Sein ganzer Körper habe gezittert, er habe Szenarien im Kopf gehabt, die man am Start nicht haben wolle. Hintermann verzichtete damals auf einen Start im Rennen.
In dieser Verfassung, erläuterte er, sei ein Weitermachen unmöglich. "Wenn man nicht Vollgas gibt, wird's gefährlich."
Er wolle aus eigenen Stücken aufhören - und zwar "ohne, dass ich irgendwo in einem Netz zapple".
Mentale Blockade am Start
Um doch noch einmal die Kurve zu bekommen, habe er zu verschiedenen Maßnahmen wie Hypnose gegriffen, erläuterte der 30-Jährige.
Das habe für den Alltag gut funktioniert, "aber wenn ich dann an den Start gehe, sagen mein Körper und mein Kopf: Nein".
Hintermann hatte im Oktober 2024 bekannt gegeben, an Lymphdrüsenkrebs erkrankt zu sein. In seiner Comeback-Saison schaffte er es nicht mehr aufs Podium, überzeugte aber etwa in Kitzbühel als Sechster.
Mit der Nachricht überraschte er offenbar nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch seine Teamkollegen.
Odermatt von Rücktritt überrascht
"Das trifft mich gerade wirklich. Wir haben im Weltcup einige Jahre zusammen erlebt. Ein großes Kompliment an ihn, was er gezeigt hat. Vor allem im letzten Jahr. Das kann man nicht hoch genug einstufen", sagte der frischgebackene Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt.
Olympiasieger Matthias Mayer hatte 2022 mit einer ähnlichen Aktion für Aufsehen gesorgt. Kurz vor seinem Start im Super-G von Bormio im Dezember 2023 beendete der Österreicher seine Laufbahn.
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(SID)
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