Ski-Weltcup in Courchevel: Erster Super-G wegen Schneefall und Nebel abgesagt - Odermatt vor Gewinn der Kristallkugel

Kurz vor dem Saisonende nimmt das Wetter noch einmal Einfluss auf den Ski-Weltcup: Am Samstagvormittag musste das erste von zwei Super-G-Rennen in Courchevel abgesagt werden. Grund waren starker Schneefall, Nebel und weitere angekündigte Niederschläge. Der Wettbewerb am Sonntag scheint ebenfalls gefährdet. Damit steht auch der Gewinner der kleinen Kristallkugel im Super-G so gut wie fest.

Renndirektor Waldner erklärt Absage: "Einfache Entscheidung"

Quelle: Eurosport

Der Schweizer Marco Odermatt, der sich am Freitag vorzeitig den Gesamtweltcup und den Abfahrtsweltcup gesichert hatte, hat bei nun zwei noch ausstehenden Rennen 158 Punkte Vorsprung auf Vincent Kriechmayr aus Österreich.
Man sei von der Entwicklung nicht überrascht gewesen, erklärte FIS-Renndirektor Markus Waldner im Interview bei Eurosport. Aufgrund der Wettervorhersage mit starkem Schneefall und zu hohen Temperaturen habe man bereits mit Problemen gerechnet. Deshalb sei die Abfahrt vorsorglich schon am Vortag durchgeführt worden.
Für den Super-G am Samstag, der nach der Absage des Rennens in Garmisch-Partenkirchen ins Programm von Courchevel gerückt war, habe es zunächst noch Hoffnung gegeben. "Wir haben heute Morgen eine Juryinspektion durchgeführt, da war es noch trocken und gut. Aber dann kam die Wetterfront schnell rein und es war definitiv keine Option, heute ein Rennen stattfinden zu lassen", so Waldner.
Hinzu kam ein Sicherheitsaspekt: Gerade bei den Speed-Disziplinen muss im Falle schwerer Stürze ein Rettungshubschrauber einsatzbereit sein. Dieser könne bei dem schlechten Wetter jedoch nicht fliegen, wie die medizinische Abteilung mitteilte. Deshalb sei es eine "sehr einfache Entscheidung" gewesen, den Wettbewerb abzusagen.
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Quelle: Eurosport

Super-G wird nicht mehr nachgeholt

Einen Nachholtermin wird es nicht geben. "Leider sind wir am Saisonende angekommen und es gibt keine Zeit mehr, den Ausfall zu ersetzen. Aber wir sind zuversichtlich für morgen", erklärte Waldner.
Am Sonntag soll nun der eigentliche Super-G von Courchevel stattfinden – mit "ein bisschen" Mühe hält Waldner das auch für machbar: "Wir erwarten niedrigere Temperaturen und bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. Es wird eine Menge Arbeit."
Aus diesem Grund habe man sich entschieden, den bereits am Samstag gesteckten Kurs des Schweizer Trainers beizubehalten. Waldner: "Denn die Linie bereits zu wissen, macht es einfacher, die Piste zu präparieren."
(mit SID)
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