Cyprien Sarrazin muss Comeback nach Horror-Sturz um ein Jahr verschieben: "Habe ein normales Leben, das ist ein Wunder"
Publiziert 26/08/2025 um 21:58 GMT+2 Uhr
Der französische Ski-Rennfahrer Cyprien Sarrazin muss sein Comeback um ein Jahr verschieben. Der zweimalige Kitzbühel-Sieger befindet sich nach seinem lebensgefährlichen Sturz in Bormio Ende Dezember 2024 zwar auf dem Weg der Besserung, wie er im Gespräch mit der "L’Équipe" erklärte. Für die Rückkehr in den Ski-Weltcup benötige der 30-Jährige aber noch mehr Zeit. Somit verpasst er Olympia 2026.
Cyprien Sarrazin muss sein Comeback um ein Jahr verschieben
Fotocredit: Imago
Bei dem verhängnisvollen Trainingssturz kurz vor dem Jahreswechsel in Bormio hatte der Franzose ein Subduralhämatom erlitten und musste sich einer Not-Operation am Gehirn unterziehen. In der Folge hatte der Abfahrtspezialist mit Problemen bei den Augen und der Sprache zu kämpfen.
Nun aber befinde er sich endgültig auf dem Weg der Besserung, verriet Sarrazin gegenüber der Sportzeitung "L’Équipe".
"Mit den Augen ist es schon seit einiger Zeit wieder in Ordnung, das hat sich ganz natürlich ergeben und erneut alle Prognosen widerlegt. Als Sportler und Wettkämpfer möchte ich natürlich, dass meine kleinen Wehwehchen, insbesondere an den Knien, schneller verheilen. Ich hatte schon vorher Probleme, und der Sturz in Bormio hat natürlich nicht geholfen. Aber ansonsten ist alles in Ordnung, insbesondere neurologisch", sagte der 30-Jährige in dem Gespräch.
Er "führe ein normales Leben, und das ist schon ein Wunder", so Sarrazin weiter. Dennoch sei das große Ziel, zurück auf die Ski zu kehren: "Auch wenn ich nicht vergessen darf, wo ich vor einigen Monaten stand, ist das wichtig."
Sarrazin: "Rieche nichts in meiner linken Nasenhöhle"
Größere Probleme bereiteten ihm aktuell noch seine Knie, verriet der 30-Jährige. Dort würde die Arbeit "noch lange dauern, auch wenn ich bereits Fortschritte gemacht habe."
Psychische Folgen habe der lebensgefährliche Sturz hingegen nicht gehabt: "Ich habe keine Erinnerungsblitze an meinen Sturz. Ich habe keine Schmerzen, keine Folgeschäden, außer dass ich in meiner linken Nasenhöhle nichts mehr rieche."
Ein Adrenalin-Junkie ist der Franzose allerdings nach wie vor. So steige er mit Vorliebe auf sein Rennrad und erreicht dort bis zu 80 km/h: "Das ist ziemlich verrückt und überraschend, aber ich sage ja! Ich liebe es!"
Sarrazin zog auch Rücktritt in Betracht
Eine Rückkehr in den Ski-Weltcup könne er sich allerdings erst in der übernächsten Saison, also im Winter 2026/27, vorstellen. Allerdings sei es schwierig, langfristige Prognosen aufzustellen.
Auch über einen Rücktritt habe er nachgedacht, gab Sarrazin unumwunden zu. Doch an dem Punkt sei er noch nicht: "Tief in meinem Inneren spüre ich, dass ich zurückkommen kann, und ich setze meine ganze Energie dafür ein, dass dies möglich wird, während ich gleichzeitig die einfachen Momente des Lebens genieße."
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"Selber Sturz wie bei Cyprien Sarrazin": Rösti fliegt heftig ab
Quelle: Eurosport
Olympia 2030 als großer Anreiz für Sarrazin
Als große Motivation dienen die Olympischen Winterspiele 2030, die in den französischen Alpen stattfinden werden: "Vier Jahre vergehen schnell, und wenn ich an meine Rückkehr denke, habe ich im Hinterkopf auch die Olympischen Spiele."
Zunächst aber ist das Wichtigste, dass Sarrazin trotz des Horror-Crashs zurück ins Leben gefunden hat.
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Quelle: Eurosport
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