Roni Remme beendet Karriere - DSV-Hoffnung erklärt emotional ihren Rücktritt: "Skifahren, ich liebe Dich ..."
Die deutsche Skifahrerin Roni Remme beendet mit nur 29 Jahren ihre alpine Ski-Karriere. Nach ihrem Wechsel vom kanadischen zum deutschen Verband im Jahr 2022 hatte sie immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen und verpasste den erhofften Durchbruch. In einem emotionalen "Instagram"-Post erklärt sie nun ihren Rücktritt und befand, dass es an der Zeit für ein schmerzfreies Leben sei.
Roni Remme 2024 im Slalom von Killington
Fotocredit: Imago
"Skifahren, ich liebe dich, aber es ist Zeit, auf Wiedersehen zu sagen", schrieb die 29-Jährige und gab persönliche sowie gesundheitliche Gründe für den Entschluss an.
Remme, die 2019 in Crans Montana mit Platz zwei in der Alpinen Kombination ihren größten Weltcuperfolg feierte, galt lange als vielversprechendes Talent. Auch bei der WM in Are überzeugte sie 2019 mit Rang fünf in der Kombination.
Nach einem Leistungsabfall und dem Verlust des Kaderstatus in Kanada wechselte sie 2022 mit der Hoffnung auf einen sportlichen Neuanfang zum Deutschen Ski-Verband (DSV). Diese wurde jedoch von großem Verletzungspech durchkreuzt.
Bereits kurz nach dem Nationenwechsel zog sie sich einen Kreuz- und Innenbandriss zu und verpasste die erste Saison im Team Deutschland vollständig. Auch in den folgenden Jahren wurde sie immer wieder von gesundheitlichen Rückschlägen ausgebremst.
Platz drei bei der Deutschen Meisterschaft als Abschluss
Insgesamt kam Remme so nur auf acht Weltcupstarts für den DSV und holte dabei keine Punkte. In ihrer Paradedisziplin Slalom schaffte sie es Anfang April 2025 immerhin auf Rang drei bei der Deutschen Meisterschaft in der Axamer Lizum - doch nun zog sie einen Schlussstrich.
Trotz aller Rückschläge blickt die Athletin mit Dankbarkeit auf ihre Karriere zurück. "Ich denke, es ist ohnehin selten, dass man alle seine Ziele erreicht. Ich würde trotzdem nichts ändern", erklärte sie.
Jeder Erfolg, jeder Rückschlag habe sie zu dem Menschen gemacht, der sie heute sei. Nun wolle sie sich auf ihre Gesundheit konzentrieren und vor allem "wieder schmerzfrei leben".
Wie es für die Deutsch-Kanadierin weitergeht, ist noch offen – dem Skisport will sie jedoch verbunden bleiben.
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Quelle: Eurosport
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